Er überreichte einen großen Blumenstrauß - natürlich mit gelben Blumen.

Für die 45-Jährige, die nun ihre fünfte Saision angeht, ist es nicht immer leicht, bei Wind und Wetter die Post mit dem Kahn auszufahren. Vormittags stellt sie mit dem Auto noch in der Lübbenauer Altstadt die Post zu, bevor sie den Kahn für die Nachmittagstour belädt. Manchmal sind es mehr als 30 Kilogramm schwere Pakete, die sie ans Ufer wuchten muss. Oft nimmt sie auch die Post der Lehdschen mit, denn ihr Kahn ist auch eine schwimmende Filiale. Nebenbei sind noch drei Briefkästen zu leeren. Bei ihrer acht Kilometer langen Tour versorgt sie 65 Haushalte, in der Saison kommen etwa 1100 Kilometer zusammen - eine Strecke so lang wie zwischen Berlin und Helsinki. "Dass ich in der ersten Zeit Muskelkater in den Armen habe, verschmerze ich. Dafür habe ich den schönsten Arbeitsplatz, bin an der frischen Luft und erlebe täglich Zuspruch von Touristen und der Lehder", erzählt Andrea Bunar. Nur der Postzusteller auf Pellworm, der die Post durchs Watt zur Hallig Süderog trägt und der Postbote zur Zugspitze verfügen über ähnlich attraktive Arbeitsplätze.