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| 11:02 Uhr

Amtsdirektor lehnt LMBV-Pläne für Altdöberner See ab

Der BI "Altdöberner See" gelang es, zwei Dutzend Weggefährten zu mobilisieren, die beim Aufstellen des blauen Kreuzes halfen oder die Aktion als Zuschauer begleiteten. Den Altdöberner Marktplatz an der stark frequentierten Kreisstraße empfand die BI als geeigneten Standort.
Der BI "Altdöberner See" gelang es, zwei Dutzend Weggefährten zu mobilisieren, die beim Aufstellen des blauen Kreuzes halfen oder die Aktion als Zuschauer begleiteten. Den Altdöberner Marktplatz an der stark frequentierten Kreisstraße empfand die BI als geeigneten Standort. FOTO: uhd1
Altdöbern. Nach dem sich bereits Altdöberns Gemeindevertretung geschlossen gegen die Ockerschlamm-Pläne ausgesprochen hat, geht nun auch Amtsdirektor Detlef Höhl (SPD) in die Offensive. Auf der Internetseite des Amtes spricht er sich in einer Stellungnahme gegen die Pläne der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) aus, Eisenhydroxid in den Tiefen des Sees zu verspülen: „Auch das Amt Altdöbern und ich als Amtsdirektor können einen solchen Lösungsansatz nur ablehnen.“ jag

Die LMBV sollte weiter prüfen, welche realistischen Entsorgungsmöglichkeiten überhaupt in Betracht kommen. Auch wenn der jetzige Lösungsansatz des Bergbausanierers keinerlei Umwelteinwirkungen mit sich bringen solle, könne und werde diese Variante "bei den Menschen, die hier leben, keinerlei Akzeptanz finden." Auch mit großem Verständnis für die Probleme der Bergbaufolgelandschaft könne es im Ergebnis nicht sein, dass neu entstehende Seen, die zu allererst dem Tourismus dienen sollen, auf einmal als Speicherplätze für Eisenhydroxidschlamm genutzt werden, erklärt Höhl weiter. Gegebenenfalls müssten auch Gesetze so angepasst werden, dass am Ende das Schutzgut "Mensch und Natur" im Vordergrund steht "und nicht eine Lösung gewählt wird, die ein Ergebnis nicht angepasster lösungsorientierter Gesetze ist."