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| 16:55 Uhr

Ehrenamt in Altdöbern geehrt
Amt Altdöbern wertet Bügerpreis-Verleihung auf

Die Träger der Bürgerpreise 2018 (v.l.): Dr. Adelheid von Knorre, Kerstin Fuchs, Torsten Vandreier, Jürgen Laurisch, Uwe Zozmann, Heidemarie Klausch, Peter Petrick und Simone Fritsch.
Die Träger der Bürgerpreise 2018 (v.l.): Dr. Adelheid von Knorre, Kerstin Fuchs, Torsten Vandreier, Jürgen Laurisch, Uwe Zozmann, Heidemarie Klausch, Peter Petrick und Simone Fritsch. FOTO: Uwe Hegewald
Altdöbern. Ehrenamtler aus Gemeinden Altdöbern, Neupetershain Luckaitztal, Bronkow und Neu-Seeland in festlichem Rahmen geehrt. Von Uwe Hegewald

Überwältigt von der Atmosphäre im Altdöberner Schützenhaus, ließ Frank Neubert am Dienstagabend seinen Emotionen freien Lauf: „Es ist der schönste Abend, seit ich hier bin“, so der Altdöberner Amtsdirektor, der im Frühjahr in sein Amt berufen wurde. Mehr als 130 Personen folgten der Einladung zur Bürgerpreis-Verleihung, die seit 2007 im Amt mit seinen fünf Gemeinden durchgeführt wird. Peter Winzer, Bürgermeister der Gemeinde Altdöbern und Vorsitzender des Amtsausschusses, hob den Charakter der Auszeichnungsveranstaltung für „aktive Persönlichkeiten“ hervor, die sich ehrenamtlich engagieren und „wichtige Bausteine für den Zusammenhalt in den einzelnen Gemeinden darstellen“. Auf Beschluss des Amtsausschusses wurde die Preisverleihung neu ausgerichtet: Aufgrund der unterschiedlichen Einwohnerzahlen werden fortan drei Einwohner aus der Gemeinde Altdöbern geehrt, zwei aus der Gemeinde Neupetershain und jeweils ein Ehrenamtler aus den Gemeinden Luckaitztal, Bronkow und Neu-Seeland.

Jürgen Laurisch ist für sein dauer­haftes Engagement in seinem Heimatdorf Saadow (Gemeinde Bronkow) gedankt worden. „Bis heute stellt er seine Tatkraft, Ideen, Freizeit, Erfahrung und bei Arbeitseinsätzen private Technik zur Verfügung“, hieß es in der Laudatio. Er sei Taktgeber und Zugpferd, aber auch immer ein kritischer Geist.

Diese Eigenschaften zeichnen auch Torsten Vandreier aus. Als rühriges Mitglied im Verein „Landleben Lubochow“ (LaLeLu) habe er maßgeblichen Anteil daran, dass im Dorf der Gemeinde Neu-Seeland die Begegnungsstätte „Bauernstube“ und das Umfeld in Schuss gehalten werden und auch der Spielplatz sichtbar aufgepeppt wurde. Darüber hinaus sei „LaLeLu“ Initiator von Kultur- und Traditionsfesten.

In Neudöbern (Gemeinde Luckaitztal) gilt der Deutsche Mühlentag als die Veranstaltung mit überregionaler Ausstrahlung. Zu verdanken ist das Uwe Zozmann, der 1996 die erstmals 1680 erwähnte Wassermühle erwarb und dieser neues Leben einhauchte. Dass sie wieder voll funktionstüchtig ist und sogar Strom aus Wasserkraft produziert, ist dem Visionär zu verdanken sowie dem angeschlossenen Mühlenverein. Dieser steht der Mühlenbesitzer-Familie seit seiner Gründung 2010 treu zur Seite, wie etwa beim Errichten eines komplett neuen Mühlenrades.

Dieses dreht sich so unaufhörlich wie Peter Petrick, das Neupetershainer Urgestein schlechthin. Gemeindevertreter, Gründungsmitglied des örtlichen Karnevalvereins oder Initiator des Weihnachtsmarktes – zahlreiche Veranstaltungen tragen die Handschrift des rastlosen Neupetershainers. Nahezu unerreicht sind seine Auftritte beim Cottbuser Karnevalsumzug, bei denen er regelmäßig Personen darstellt, die in Kritik geraten sind.

Simone Fritsch ist die zweite frisch gekürte Preisträgerin der Gemeinde Neupetershain. In der Laudatio wurden „Engagement, Herzblut und Tatendrang“ gewürdigt, insbesondere in ihrer Funktion als Vorsitzende des örtlichen Feuerwehrvereins. Darüber hinaus gilt sie als zuverlässiges Bindeglied zwischen den Feuerwehrleuten und dem Neupetershainer Ausschuss für Kultur, Sport, Bildung und Soziales.

Für die Altdöberner Vorschulkinder setzt sich Kerstin Fuchs ein. Vor zehn Jahren gründete die Jugendwartin des SSV Alemannia Altdöbern den Zwergenclub. In diesem können Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren ihren Bewegungshunger stillen aber auch ihr Sozialverhalten stärken. Mittlerweile wird der Zwergenclub so gut angenommen, dass es notwendig wurde, einen zweiten Übungskurs pro Woche zu organisieren.

Dr. Adelheid von Knorre gilt als Vorzeigebeispiel dafür, dass man auch nach der Pensionierung nicht die Hände in den Schoß legen muss. Die ehemalige Fachärztin für Lungenheilkunde wirkt im Gemeindekirchenrat der evangelischen Kirchengemeinde mit, bringt sich bei der Betreuung hilfebedürftiger Mitmenschen ein, bei der Unterstützung kultureller Angebote und dem Organisieren von Treffen des lokalen Theaterringes.

Überrascht zeigte sich Heidemarie Klausch. Kurzzeitig musste sich die Vereinsvorsitzende des Altdöberner Frauenchores „Viva la musica“ von ihren Mädels trennen, die die diesjährige Bürgerpreisverleihung musikalisch umrahmten. Die ehemalige Lehrerin nahm den Preis stellvertretend für den gesamten Chor entgegen, der in diesem Jahr auf sein 30-jähriges Bestehen zurückblickt. Ein Sonderpreis war den Altdöberner Nachtigallen bereits bei der ersten Bürgerpreisverleihung 2007 verliehen worden.