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| 10:07 Uhr

Amt Altdöbern hat seine Identität gefunden

Heute vor 15 Jahren ist Bernd Löber (CDU) in sein Amt eingeführt worden. Er war der erste Amtsdirektor des neu gebildeten Amtes Altdöbern. Als Datum des Zusammenschlusses der Gemeinden zum Amt Altdöbern gilt jedoch der 1. Oktober 1992. Die Wahlperiode von Löber endete am 2. November 2000. Im September 2001 wurde Detlef Höhl (SPD) in geheimer Wahl vom Amtsausschuss als Nachfolger bestimmt. Von Uwe Hegewald

"Die zeitversetzte Amtseinführung war der einzuhaltenden Karenzzeit geschuldet, in der Widersprüche angemeldet werden konnten", erklärt Bernd Löber die Gründe der Verzögerung. Für den heute in der Handwerkskammer Cottbus tätigen 57-Jährigen zählen insbesondere die Wiederbesiedlung des Dorfes Pritzen und die Vorbereitungen der Umsiedlung von Geisendorf zu den Höhepunkten seiner Amtszeit.
Ordnungsamtsleiter Ulrich Brauer, der von Beginn an in der Amtsverwaltung tätig ist, hebt das Zusammenwirken der Gemeinden hervor, das insbesondere beim Feuerwehrwesen deutlich werde. "Damals waren die freiwilligen Feuerwehren zum Amt übergegangen. Die Renovierungen vieler Depots, der Neubau von Gerätehäusern, wie zum Beispiel das in Neupeters hain/Neu-Geisendorf und die ständige Modernisierung der Fahrzeugflotte wurden erst durch Investitionen des Amtes möglich", erinnert er sich. Aber auch daran, dass die bereitgestellten Mittel zum großen Teil aus den Amtsumlagen der einzelnen Gemeinden geflossen sind.
"Mit der kulturellen und touristischen Vielfalt im Amt müssen wir uns nicht hinter anderen Kommunen und Regionen verstecken", betont Amtsausschussvorsitzender Roland Schneider. Zu den Attraktionen zählen für ihn neben dem Barockschloss und dem Landschaftspark Altdöbern auch das Kulturforum Gut Geisendorf, der Südhang der Calauer Schweiz mit seinen "Plinsdörfern" und der Segelflugplatz Bronkow. Darüber hinaus hat das Amt mit dem Gräbendorfer See, dem Sedlitzer See (Lieske/Gemeinde Neu-Seeland), dem Verkehrslandeplatz Welzow und der IBA-Landschaftsinsel Pritzen sprichwörtlich noch weitere "Füße in Türen", die in verheißungsvolle Räume führen.
Als gewichtigen Punkt in der Entwicklung des Amtes wertet Roland Schneider die Gemeindegebietsreform im Herbst 2003. Mit dem Wirksamwerden der Bildung der neuen Gemeinde Bronkow (vorher Amt Calau) wuchs die Einwohnerzahl seinerzeit auf rund 7400 Personen. Heute leben in den fünf Amtsgemeinden Altdöbern, Neupetershain, Luckaitztal, Neu-Seeland und Bronkow 6931 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2006).
Nachdem Hauptamtsleiterin Ursula Andreack von November 2000 bis 31. Dezember 2001 das Amt kommissarisch geleitet hatte, übernahm Detlef Höhl dieses Amt am 1. Januar 2002. "Das 15-jährige Jubiläum zeigt, dass wir eine Identität haben. Einige erinnernde Worte dazu gab es im Rahmen der Bürgerpreisverleihung. Im Gegensatz zu einer Jubiläumsfeier erschien uns die Ehrung engagierter Bürger sinnvoller", sagt der Amtsdirektor. Auf die Frage nach den Wünschen und Visionen für das Amt Altdöbern erklärt er: "Dass wir perspektivisch mehr junge Menschen im Amt halten können, dass sich die Bergbaufolgelandschaft und das Schloss ensemble zum Tourismusmagneten entwickeln und dass uns stets genügend Ideen und Mittel zur Verfügung stehen, um die Wege des regionalen Landschaftswandels mitzugestalten.