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| 02:37 Uhr

Ambrosia-Sorgen am Südgraben

Altdöbern. Als "gigantisches Bauwerk" stufen Schaulustige den Altdöberner Südgraben ein, sobald sie einen Blick in die Baustelle geworfen haben. Der Graben wird 3162 Meter lang und im Endausbau zwischen 19 und 53 Metern breit sein. uhd

Am Grabenende ist das Bauwerk etwa zwölf Meter tief. Die gewaltigen Ausmaße sind nötig, um die Ortslage Altdöbern dauerhaft vor aufsteigendes Grundwasser zu schützen. Nur in einigen Sonderfällen müssen durch den Bergbausanierer LMBV Einzelfalllösungen angewendet werden. Dass Anwohner Lärmbelästigungen durch die stetig rollende Lkw-Kipper-Flotte erdulden müssen, war abzusehen.

Was den Anrainern weitaus mehr Sorge bereitet, ist der massive Ausbruch von Ambrosia entlang eines Mutterboden-Dammes. Die Erde wurde vor dem Grabenbau zur Wiederverwendung an die Seite geschoben. "Wenn die Erdmassen später in die Grabenböschungen eingearbeitet werden, haben wir hier eine riesige Ambrosia-Plantage", mahnt Hartmut Rex. Inzwischen haben sich besorgte Mitbürger zusammengeschlossen. "Wenn erforderlich, initiieren wir eine Unterschriftensammlung. Gemeinde, Amts- und Kreisverwaltung sowie die LMBV sind aufgerufen, konsequente Schritte einzuleiten. Auch wenn sie den Ambrosia-Befall nicht verursacht haben", so Rex.

Wie Bürgermeister Peter Winzer (SPD) auf Anfrage mitteilt, sei die Problematik mit der Allergiepflanze auf der Bauberatung angesprochen worden. Inzwischen ist der mit Ambrosia befallene Mutterboden-Damm gemäht worden. Dadurch soll eine Weiterverbreitung des Teufelszeugs entgegengewirkt werden. Für die Anrainer bedauerlich: Bisher haben sich die Mäharbeiten auf die sichtbare Seite und die Dammkrone konzentriert. Auf der ortsabgewandten Seite gedeiht die Allergiepflanze weiterhin. "Wir gehen davon aus, dass auch diese Flächen zeitnah gemäht werden", sagt Hartmut Rex. Für Kinder gilt vorerst ein striktes Verbot, sich dem von Ambrosia befallenen Flächen zu nähern.