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| 14:29 Uhr

Der Kampf gegen das Unkraut geht weiter
Ambrosia-Nachlese am Sommerbad Vetschau

Unerwünscht!
Unerwünscht! FOTO: Rüdiger Hofmann
Vetschau. Am Donnerstag trifft sich die Aktionsgruppe um 9 Uhr zur weiteren Ausreiß-Aktion. Von Rüdiger Hofmann

Die „Aktionsgruppe für ein ambrosiafreies Sommerbad“ lädt für Donnerstag, den 26. Juli, ab 9 Uhr zu einer weiteren Ambrosia-Ausreißaktion ein. Treffpunkt ist vor der Kleingartensparte „Finkenherd“ in der Reptener Chaussee, von Vetschau kommend kurz vor dem Sommerbad. Darüber informiert Winfried Böhmer, Stadtverordneter Bündnis 90/Die Grünen.

Bereits am 22. Juni fand der erste Aktionstag mit Bauhof und Ehrenamtlern statt. Zwischenzeitlich kontrollierten mehrfach zwei Flüchtlinge aus dem Iran sowohl befallene Flächen am Sommerbad als auch in der Innenstadt. „Nun geht es darum, die spät gekeimten Pflanzen zu beseitigen. Das Ziel der Arbeitsgruppe bleibt, die hochallergene Ambrosia im Umkreis des Sommerbades und in der Innenstadt auszumerzen“, sagt Winfried Böhmer.

Befallene Flächen müssen mehrfach im Jahr „bearbeitet“ werden. Die Arbeitsgruppe behält besonders Flächen der Stadt im Auge, wo mit Bodentransporten Ambrosia-Samen eingeschleppt wurden und reißen immer wieder keimende Pflanzen aus. „Der mehrjährige Einsatz wird belohnt. Auf Flächen wie dem Bürgerpark, der Wohnungsunternehmen und dem Radweg zur Kläranlage wachsen keine oder nur noch wenige Ambrosia“, so Böhmer.

Dieses Jahr hat die Stadtverwaltung zudem einen Ambrosiascout beschäftigt, der sowohl Ambrosiabestände erfasst und meldet, aber auch selbst kleine Bestände beseitigt. Der Einsatz von Herbiziden auf kommunalen Flächen ist künftig auszuschließen, zumal das Ausreißen der Pflanzen eindeutig die nachhaltigste Methode ist.

Ganz anders stellt sich die Situation auf vielen landwirtschaftlichen Flächen, an den Straßen und auf Flächen der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) dar. Hier breitet sich die Ambrosia weiter ungehemmt aus. „Seitens der Landesregierung und des Kreises wird kaum etwas dagegen unternommen“, sagt Winfried Böhmer. Allein mit einem Koordinator auf Landesebene werde man der Ambrosia nicht Herr. „Nur klare Erlasse zur Melde- und Beseitigungspflicht analog den Regelungen in der Schweiz können die Ambrosia eindämmen“, sagt der Stadtverordnete. Die Landwirte würden aber vor allem eine Sache benötigen: finanzielle Unterstützung.