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| 13:19 Uhr

Fanfaren und Beatles-Cover
Am Brunnen in der Altstadt

Mit Kerstin Kunze hatten sich die „Kott Brothers“ Vetschauer Trommelhilfe auf die Bühne geholt, um selbige zu rocken. Das spontane Trio bildete das Gegengewicht zu „Hard Day‘s Night“, eine Beatles-Cover-Band, die aus der Partnerstadt Bedburg angereist war.
Mit Kerstin Kunze hatten sich die „Kott Brothers“ Vetschauer Trommelhilfe auf die Bühne geholt, um selbige zu rocken. Das spontane Trio bildete das Gegengewicht zu „Hard Day‘s Night“, eine Beatles-Cover-Band, die aus der Partnerstadt Bedburg angereist war. FOTO: Uwe Hegewald
Vetschau/Bedburg. 5. Vetschauer Brunnenfest stand ganz im Zeichen der Vielfalt. Von Uwe Hegewald

Bereits vor Jahrhunderten erwiesen sich Brunnen als Anlaufstelle und Treffpunkt für die Leute in Stadt und Land. Nicht anders war und ist das in Vetschau, wo am Wochenende mit dem 5. Brunnenfest ein erstes, kleines Jubiläum gefeiert wurde.

Die Initiative ergriffen seinerzeit Brauhaus-Gastwirt Thomas Demuth und Marcel Luhrenberg. Seit drei Jahren liegt das „kleine Stadtfest“ in den Händen von Michael Bohne, Vetschauer DJ, der vor genau zehn Jahren aus dem Anhaltinischen in die Spreewaldstadt gezogen ist. „Sicherlich hat die Veranstaltung noch Luft nach oben.

Die steigende Besucherresonanz zeigt aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so der Veranstalter. Dass er Neues ausprobiert, ohne dabei Bewährtes über den Haufen zu werfen, spricht für den DJ und Dauermoderator. „Die Calauer Fanfaren haben die Brunnenfeste schon immer eröffnet und sollten das auch zukünftig tun“, erklärt Michael Bohne das Hinzuziehen auswärtiger Künstler. Ansonsten ist das Brunnenfest auf das Mitwirken städtischer Vereine ausgerichtet, wie etwa die Jazzy-Teens, die Kodokan-Judokas oder das Kickboxteam, die alle in der SpVgg Blau-Weiß 90 Vetschau vereint sind.

Und was ist mit dem Calauer Tanzmädels von Lydia Revana Rudolf? „Bei der professionellen Tanzlehrerin mit brasilianischen Wurzeln tanzen Vetschauer Mädchen mit“, begründet Bohne. Selbst die „Kott-Brothers“ wussten sich zu helfen, um ihrer Trommelshow zusätzlichen Vetschauer Glanz zu verleihen. Kurzerhand wurde Kerstin Kunze auf die Bühne gezogen und nach einer Speed-Ausbildung an den Trommelstöcken ins Programm einbezogen.

„Das hat sie fantastisch gemacht“, adelten Denny und Ronny Kott ihre spontane Mitspielerin, um anschließend zu weiteren Auftritten zu düsen. „Wir haben noch Termine in der Dörrwalder Mühle und in Massen (Elbe-Elster)“, so das Altdöberner Trommel-Duo, das bereits im Fernsehen zu hören und zu sehen war. Ein klassisches Heimspiel durften die Jazz-Dance-Ladies genießen, die mit zwei Tänzen die Blicke auf sich zogen, darunter ein Premierentanz. „Den Liebestanz führen wir erstmals auf“, teilt Sabine Ilmert mit, die für die Ankündigung einen entsprechenden Text formuliert hat. Tanzkollegin Kerstin Preuß ergänzt: „Klar, dass wir auf so einer Party nicht fehlen dürfen. Auch wenn wir urlaubsbedingt in Minimalbesetzung auftreten.“ Und ja, sehen sich die  Jazz-Dance-Ladies am Samstagabend als Anheizer-Quartett für das darauffolgende Musiker-Quartett.

„Hard Day‘s Night“ nennt sich die Beatles Cover-Band, die eigens aus der Partnerstadt Bedburg angereist ist. „Die Musiker feiern in diesem Jahr 30-jähriges Bandjubiläum und sind zum zweiten Mal in Vetschau“, kündigte  Bürgermeister Bengt Kanzler die Kapelle an. Ein Musiker-Quartett mit Stil, Format und Professionalität, so das Stadtoberhaupt. Als Beispiel führte er Bandleader Dieter Kirchenbauer an, der neben mehreren Projekten auch Musiktracks zur RTL Show „Let´s Dance“ produziert.

„Wir freuen uns, nach neun Stunden Fahrt in Vetschau angekommen zu sein und hier beim Brunnenfest musizieren zu dürfen“, befand „Decay“ Kirchenbauer. Am Vorabend hätten „Hard Day‘s Night“ noch eine Mugge im heimischen Bedburg gestemmt. Auch machte der Frontmann deutlich, wem es Bedburg und Vetschau zu verdanken haben, dass die Städtepartnerschaft noch lebt: „Knut Petrick hat großen Anteil daran, dass diese noch gepflegt wird“, betont er.

Der Vetschauer Musikpapst trat selbst mehrere Male in Bedburg auf und knüpfte die Kontakte zu der professionellen Beatles-Cover-Band. Zum Ende des Konzerts stieg Keyboarder Knut Petrick ins musikalische Bühnengeschehen ein, um die Städtepartnerschaft zumindest kulturell aufleben zu lassen.