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| 16:18 Uhr

Tourismus in Vetschau
Altstadtrundgang erlebbar machen

 Die Remise im Vetschauer Schlosspark mit beherbergter Tourist-Information meldet wieder steigende Besucherzahlen bei Schlossführungen.
Die Remise im Vetschauer Schlosspark mit beherbergter Tourist-Information meldet wieder steigende Besucherzahlen bei Schlossführungen. FOTO: Kuschy
Vetschau. Mitarbeiterin der Tourist-Information Schlossremise Vetschau spricht im Tourismusausschuss über Ziele in 2019. Angestrebt wird eine engere Kooperation mit dem Domowina-Verein. Von Rüdiger Hofmann

Den Altstadtrundgang in Vetschau als geführte Tour erlebbar machen, das ist eines der Ziele der Tourist-Information für 2019. „Dafür werden wir uns Audio-Guides anschaffen, und zu jeder Tageszeit und vor allem wetterunabhängig geführte Spaziergänge anbieten“, sagt Susanne Felber. Voraussetzung dafür sei lediglich der Besitz eines Tablets oder Smartphones, das heutzutage die Mehrzahl der Bürger sowieso besitzt. Felber ist Mitarbeiterin der Tourist-Information Schlossremise und hat am Montagabend im Vetschauer Tourismusausschuss die Abgeordneten über ihre diesjährigen Pläne informiert.

Zudem soll die Anbindung von Vetschau an den Fernradweg Sorbische Impressionen erfolgen. „Dafür werden wir einen zweisprachigen Flyer erstellen, die Zusammenarbeit mit dem Domowina-Verein ausbauen und die Beschilderung durch die Regionale Entwicklungsgesellschaft (REG) mit der Stadt vorantreiben“, sagt Susanne Felber.

Weiterhin in Planung ist die Zusammenarbeit mit erfahrenen Stadtführern für ausgewählte Termine. Hier sucht Vetschau aktuell genau wie Calau verstärkt nach Gästeführern. Angesprochen sind vor allem geschichtsinteressierte Ortskenner.

Positiv entwickelt hat sich im vergangenen Jahr die Besucheranzahl bei den Vetschauer Schlossführungen. „Seit wir auch wieder spontane Anfragen zulassen, konnten wir rund 200 Führungen abwickeln“, blickt Susanne Felber auf 2018 zurück. 2017 wurden Führungen nur zu festen Uhrzeiten angeboten, prompt sank die Nachfrage auf unter 100. Nun sei man auf dem besten Weg, die 300er-Marke wie in 2016 wieder anzupeilen.

Was die Besucherzahlen bei der Tourist-Information anbelangt, so profitiere man natürlich von Großereignissen wie dem Stadtfest oder dem Tag des offenen Denkmals im September, berichtet Susanne Felber. 2018 warfen vordergründig im Mai, Juli und im September jeweils 450 bis 500 Gäste einen Blick in die Remise. Die Ausstellung „Geschichten vom Heiraten“ wird seit drei Jahren von etwa 200 Besuchern jährlich durchlaufen.

Ein Blick in das kaufmännische Kapitel zeigt, dass aus den Buchungen der Schlossremise im vergangenen Jahr etwa 3 730 Euro eingenommen werden konnten. Zum Vergleich: ein Jahr zuvor waren es mit 3 870 Euro unwesentlich höhere Einnahmen. Vor drei Jahren bewegte man sich noch mit 1 500 Euro Buchungseinnahmen auf recht niedrigem Niveau.

Bisher angeschobene, erfolgreiche Projekte will die Tourist-Information beibehalten. So kam im April 2018 der neue Newsletter zur Auslage auf Zimmern, in Gasträumen und an „schwarzen Brettern“ auf den Markt, bei dem die REG das Layout setzt und redaktionelle Beiträge liefert. „Der Flyer zu den Hofladentouren kommt auch gut an“, so Felber. Fortgesetzt werden die beliebten geführten Radtouren wie die „KulTour“ mit Manfred Kliche und Helmut Ziehe; helfen will man zudem bei der Planung der Tour de OSL.