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| 01:04 Uhr

Altstadt-Liebe auf den ersten Blick 2013?

Vetschau.. Mit der Liebe auf den ersten Blick ist das in Vetschau so eine Sache. Noch hat sich die Altstadt nicht derart herausgeputzt, dass man sich auf Anhieb in sie verguckt. 24 Häuser, die einer dringenden Sanierung bedürfen, ermittelte die Berliner BauGrund als Sanierungsträger der Stadt. Vorgesehen ist, diese Gebäude bis 2013 auf Vordermann zu bringen. Von Hannelore Kuschy

Über acht Millionen Euro werden es sein, die aufgebracht werden müssen, um die 24 Häuser zu sanieren und damit zur Erneuerung der Vetschauer Altstadt beizutragen. In einem detaillierten Sanierungsplan schlägt BauGrund für die einzelnen Objekte unterschiedliche Fördermaßnahmen vor. Auf der langen Liste stehen die Kirchstraße 7, die sich in kommunalem Eigentum befindet, die Orangerie und das Stadthaus 3 im Schlosspark, die Kirchstraße 12, deren Rückseite auch am restaurierten Kirchplatz stört. Naben dem Drogeriemarkt auf dem Marktplatz macht der Markt 4 keinen guten Eindruck. Die Bahnhofstraße 49, einstmals die Post, ist genauso bedürftig wie das Eckhaus Nummer 55, das bereits einen neuen Eigentümer haben soll. Möglichst schnell sollte sich jemand finden für die Berliner Straße 9. Weiter geht es auf der Liste mit der Kirchstraße 11 und dem Markt 9 neben der Apotheke. Für das Gymnasium in der Bebelstraße 9 ist schon heute über eine spätere Nutzung nachzudenken. Ein Schandfleck ist derzeit die Bahnhofstraße 7. An der Ecke zum Parkplatz macht auch die Schloßstraße 31 keinen guten Eindruck, auch die Bahnhofstraße 46 ist bedürftig. Für die Berliner Straße 1 gibt es bereits einen Förderantrag, jedoch sollen hier nicht Geschäftsräume, wie sie für die Altstadt wichtig wären, sondern Wohnungen entstehen.
Die historische Ansicht der Bahnhofstraße 20 war sicher einmal sehr schön, auch hier muss dringend etwas getan werden. So auch in der Berliner Straße 31, an der alten Feuerwehr auf dem Hospitalplatz, am Markt 2 (das Haus ist noch recht gut erhalten) und am kleinen Haus in der Schloßstraße 6. Einen weiteren Förderantrag gibt es auch für die Karl-Marx-Straße 6. Die Sanierungsliste wird abgeschlossen mit der Berliner Straße 7, Bahnhofstraße 4 und mit der Hellmannstraße 7.
Nachdem das Stadtparlament den Sanierungsplan beschlossen und das Land ihn bewilligt hat, wird er als Arbeitsgrundlage für die kommenden Jahre dienen. Zu gegebener Zeit wird sich die Berliner BauGrund an die Eigentümer der genannten Gebäude wenden und sie über mögliche Fördermittel zur Sanierung der Häuser informieren. Ursprünglich sollte dieser Sanierungsprozess in der Vetschauer Altstadt 2010 abgeschlossen sein. Nach bisherigen Erkenntnissen wird er um drei Jahre verlängert. Und vielleicht klappt's ja dann mit der Liebe auf den ersten Blick.