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| 02:49 Uhr

Alte Schule Ogrosen im schlechten Zustand

Vetschau/Ogrosen. Zwei Gutachter haben die alte Ogrosener Schule unter die Lupe genommen, Holzeinbauten und Mauerwerk akribisch untersucht. Das Ergebnis: Der Zustand des Gebäudes ist denkbar schlecht. H. Kuschy

Folglich rät Architekt Uwe Wittig aus Cottbus von einer Sanierung zum Dorfgemeinschaftshaus ab.

Dieser Empfehlung folgten am Montagabend die Mitglieder des Vetschauer Wirtschaftsausschusses. Sie hatten sich zwischen zwei Varianten zu entscheiden. Ganz abgesehen davon, dass eine Sanierung teurer als ein Neubau ausfallen würde, müsste in diesem Falle noch mit verdeckten Schäden gerechnet werden, für die der Planer Mehrkosten von bis zu 40 Prozent errechnet hat. So wären auch eventuelle Fördermittel für eine Sanierung nicht wirklich hilfreich.

Hans Schumacher, WGO-Fraktionsmitglied und Ogrosens Ortsvorsteher, versichert, dass auch diejenigen, für die Erinnerungen mit der alten Schule verbunden sind, inzwischen für einen Neubau des Dorfgemeinschaftshauses plädieren. Mit einem solchen Bau würde den besonderen Aktivitäten der Vereine im Ort Rechnung getragen.

Für die Jahre 2014 und 2015 stehen für das Vorhaben entsprechende Mittel im Haushaltsplanentwurf. Ogrosen selbst wird seine Rücklage in Höhe von mehr als 168 000 Euro beisteuern. Wie Kämmerin Marina Vogt erklärt, stehen bislang keine Fördermittel für einen Neubau in Aussicht. Die entstehenden Betriebskosten, die durch den Heimatverein zu tragen sind, stehen noch nicht fest. Die Abschreibungen schon. Sie betragen jährlich rund 4000 Euro und sind durch den städtischen Haushalt zu tragen.

Mit der Beschlussvorlage zum Ogrosener Dorfgemeinschaftshaus wird sich als nächstes der Hauptausschuss am 7. November befassen.

Am morgigen Donnerstag kommen die Stadtverordneten zu ihrer 40. Sitzung um 18 Uhr im Bürgerhaus zusammen. Zu beschließen ist unter anderem die Richtlinie zur Verleihung des Ehrenbürgerrechts, einer Ehrenbezeichnung und Zuerkennung eines Ehrengrabs.