(uhd) Beim Lesen dieser Zeilen wird bei vielen Altdöbernern Ernüchterung eintreten. Ein kürzlich vor den Toren der Gemeinde aufgestellter RDV-Seilbagger – auch Rütteldruckverdichter genannt – sorgte für Gesprächsstoff im Ort. Wird dort etwa mit der Gestaltung des Uferbereiches mit Strand- und Hafenbereich begonnen? Endlich, wo doch der Altdöberner See (Restloch Greifenhain) bei der infrastrukturellen und touristischen Ausrichtung anderen Lausitzer Seen deutlich hinterherläuft.

Wie Dr. Uwe Steinhuber, Pressesprecher der LMBV auf RUNDSCHAU-Anfrage mitteilt, „dienen die Arbeiten ausschließlich der geotechnischen Sicherung der gekippten Restlochböschung und nicht der Herstellung eines zukünftigen Strandes oder Hafenbeckens“.

Bei dieser Maßnahme handelt es sich um die Erweiterung des so genannten „versteckten“ Dammes im oberen Teil der gekippten Restlochböschung mittels Rütteldruckverdichtung, südlich der am 27. März 2006 gegangenen Rutschung bei Altdöbern. „Bereits im Zeitraum 2008 bis 2011 erfolgte die Realisierung der ersten Verdichtungsetappe zum damaligen Restlochwasserstand. Aufgrund des weiter angestiegenen Grund- und Restlochwasserstandes folgt jetzt die zweite Verdichtungsetappe mittels RDV“, erklärt Uwe Steinhuber. „Das Herstellen einer ausreichenden Untergrundverdichtung kann nur im wassergesättigten Bereich durchgeführt werden“, betont er.

Die aktuelle Maßnahme erfolgt vom gewachsenen Bereich ausgehend oberhalb der gekippten Restlochböschung. Dabei werden auf einer Gesamtlänge von 840 Meter und einer Breite zwischen 80 und 145 Meter, beginnend mit 5,0 bis zu 30,0 Meter Teufe, rund 2,2 Mio. m³ Kippenboden im Untergrund verdichtet. Ausführende Firma ist die im Auftrag der LMBV tätige V&C Metzner GmbH (Wittichenau). Der zu verdichtende Bereich befindet sich in der sich später einstellenden Wasserwechselzone. Wie der Bergbausanierer weiter informiert, erfolge im Nachgang an diese Verdichtungsetappe abschließend eine weitere Maßnahme zur Herstellung der erforderlichen uneingeschränkten Stabilität der Kippenböschung. „Dabei erfolgt eine Oberflächenverdichtung mittels Fallgewichtsverdichtung (FGV) und die abschließende Profilierung (Wellenausgleichsprofil) der Böschung“, teilt Uwe Steinhuber mit.