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| 02:59 Uhr

Altdöbern soll 2014 Südgraben erhalten

Der Altdöberner See im Hintergrund steigt jährlich um 1,20 bis 1,40 Meter. Im Jahr 2020 erreicht er den Endstand. Foto: U. Hegewald/uhd1
Der Altdöberner See im Hintergrund steigt jährlich um 1,20 bis 1,40 Meter. Im Jahr 2020 erreicht er den Endstand. Foto: U. Hegewald/uhd1 FOTO: U. Hegewald/uhd1
Altdöbern. Die Natur schreibt ihre eigenen Gesetze, was besonders bei der Wassersituation im Raum Altdöbern deutlich wird: Der Wasserspiegel im Altdöberner See steigt jährlich um 1,20 bis 1,40 Meter. Und das ohne künstliche Wasserzuführung seitens der Bergbausanierer, teilt die Lausitzer- und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) auf RUNDSCHAU-Anfrage mit. Uwe Hegewald/uhd1

Seinen Endwasserstand wird der einmal wasserreichste künstliche See der Lausitz (294 Millionen Kubikmeter) nicht vor dem Jahr 2020 erreichen.

Parallel zum offenen Wasser steigt das Grundwasser, das Altdöbern vor große Probleme stellt und ein regulierendes Eingreifen notwendig macht. Ein groß angelegter Graben soll in seiner Sohle aufsteigendes Grundwasser aufnehmen und über ein natürliches Gefälle aus dem Ort leiteten. "Die Planungen für den Südgraben dürften im dritten Quartal 2013 abgeschlossen sein. 2014 rechnen wir mit dem Baubeginn", berichtet Volker Krause von der Unternehmenskommunikation der LMBV. Wie die Bergbausanierer bereits im vergangenen Jahr öffentlich informierten, ist der Südgraben rund 1300 Meter lang, 3,8 bis 10,6 Meter tief und 18 bis 50 Meter breit. Aktuellen Berechnungen zufolge würden inzwischen 20 Gebäude von dieser Maßnahme nicht erfasst. Bei ihnen sollen dann Einzelsanierungen zum Tragen kommen. Bei früheren Berechnungen war die LMBV noch von 15 Gebäuden ausgegangen.

Um die Situation und Vorhaben am Altdöberner See, seinen Uferbereichen und die Gefahrenabwehr gegen ansteigendes Grundwasser transparent zu halten, beabsichtigt die LMBV eine Fortsetzung der Informationsveranstaltungen. Die nächste Bürgerversammlung soll im vierten Quartal dieses Jahres durchgeführt werden.

Die kritische Marke beim Grundwasserwiederanstieg wird von der LMBV für das Jahr 2016 prognostiziert.