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| 14:17 Uhr

Feier im Seniorentreff
Altdöbern hat wieder eine Hundertjährige

 Im Seniorentreff ließ sich Irmgard Naujoks feiern.
Im Seniorentreff ließ sich Irmgard Naujoks feiern. FOTO: Uwe Hegewald
ALTDÖBERN. Mit Irmgard Naujoks hat Altdöbern wieder eine 100-Jährige in der Gemeinde. Von Uwe Hegewald

„Und ich dachte, ich habe heute einen schönen ruhigen Nachmittag“, sagte Irmgard Naujoks lächelnd. Anlässlich ihres 100. Geburtstages gab’s bereits am Vortag eine große Party mit Familienangehörigen, Freunden und Bekannten sowie Landrat Siegurd Heinze und Bürgermeister Peter Winzer. Am Donnerstag sollte alles entspannter zugehen – aber Pustekuchen. Blechkuchen, Torten, Sekt und Rosen wurden im AWO-Seniorentreff „Am Schmidtsteich“ gereicht. Für den kulturellen Rahmen sorgten Tochter Käthe Wienzek und Urenkelin Elisé Lengstroff mit Gedichten sowie Manuela Mehnert mit ihrer Gitarre. „Klar bringen wir unserer Jubilarin ein Ständchen“, so die Vorsitzende des AWO-Ortsverbandes Altdöbern. Zumal beide, Jubilarin und Arbeiterwohlfahrt, auf 100 Jahre zurückblicken.

Irmgard Naujoks erblickte in Bohsdorf-Vorwerk das Licht der Welt, lebte unter anderem  in Haidemühl, Spremberg und seit 2015 in Altdöbern. Nachrichten hören und Zeitung lesen waren schon immer ihr Hobby, auch wenn der 100-Jährigen so mancher Leserstoff so gar nicht schmeckt. Wenn sie Beiträge über einen schnellen Ausstieg aus der Braunkohleverstromung liest, bringe sie das auf die Palme. „Wir sind eine alte Bergarbeiterfamilie. Die Kohle hat uns ernährt. Schon ihr Vater war Obersteiger“, berichtet Tochter Käthe.

Im AWO Begegnungs- und Beratungsbüro „Am Schmidtsteich“, zeigten sich die Besucher beeindruckt von der Vitalität der Jubilarin. „Sie zählt zu unseren treuesten und interessiertesten Besucherinnen“, sagt Andrea Richter. Aufgrund der Feier wurde sogar ein neues AWO-Projekt um eine Woche verschoben. Dabei handelt es sich um eine landesweite Initiative unter dem Motto „Lange mobil und sicher zu Hause“. Wie Andrea Richter weiter mitteilt, sei das Projekt diese Woche im Lübbenauer AWO-Treff Kolosseum sowie im AWO-Büro „Calauer Mitte“ angeschoben worden. In einem Gemeinschaftsprojekt von Arbeiterwohlfahrt und Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) wurden 20 ehrenamtliche Helfer ausgebildet, die bei der AWO zu den „Zeitspendern“ zählen. Ziel: Senioren sollen so lange wie möglich in ihrer vertrauten Häuslichkeit verbleiben und Besuche empfangen können.