Historiker und Ortskundler Dr. Walter Wenzel aus Leipzig legte sich in seinem Werk "Niederlausitzer Ortsnamen" vom Domowina-Verlag in Bautzen aus dem Jahre 2006 auf das Jahr 1461 Jahr fest.

In den Annalen des Jahres 1461 wird erwähnt, dass eine Bürgerin aus Luckau Besitz in "Lichtenow" bei Calo (Calau) hat. Der Ortsname Lichtenau ist mehrfach in der Lausitz vorhanden, so dass es durchaus noch neue und konkretere Erkenntnisse bei weiteren wissenschaftlichen Nachforschungen geben könnte.

Nicht angezweifelt wird die Bedeutung des Ortsnamens. Sie stammt vom einstigen Beginn und der weiteren Entwicklung der Siedlung am Flüsschen Schrake ab. Die Gegend war von dichtem Wald bedeckt. Selbst nach 555 Jahren ist Lichtenau immer noch von dichtem Wald umgeben. Die damalige Rodung, das einstige "Auslichten" der Waldflächen und der Auenflächen, war der Ursprung des Dorfnamens "Lichtenau".

Im Jahre 1461 wurde Lichtenau unter dem Namen Lichtenow und im Jahre 1525 mit dem Namen Lichtno bekannt. 1761 und 1847 änderte sich der Name in Lichtnow. Nach mehreren Besitzerwechseln im Laufe der Geschichte kaufte das Gut Lichtenau im Jahre 1869 Hermann Maximilian Graf zu Lynar auf Lübbenau.

Bis zum 21. Juli 1875 gehörte das Dorf zum Landkreis Luckau. Erst mit diesem Datum wurde Lichtenau und der Gutsbezirk im Ort in den Landkreis Calau eingegliedert. Veränderungen gab es nochmals nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Bei der Kreisreform im Land Brandenburg im Jahre 1950 wechselte Lichtenau zum Landkreis Lübben. Bei der Bildung der DDR-Bezirke im Jahre 1952 kam Lichtenau wieder zum Landkreis Calau. Bis zum Ersten Weltkrieg wurde Lichtenau von Groß Beuchow bewirtschaftet. Von 1928 bis 1967 gehörte Lichtenau zum Dorf Tornow, welches von 1967 bis 1969 dem Tagebau Schlabendorf-Nord zum Opfer fiel.

Im Jahre 1968 wurde Lichtenau ein Ortsteil von Kittlitz. Die Einwohnerzahl von Lichtenau schwankte zwischen 59 Einwohnern im Jahre 1875, 60 Einwohnern im Jahre 1890, 74 Einwohnern im Jahre 1910 und 59 Einwohner im Jahre 1925. Gegenwärtig leben etwa 90 Einwohner dort.

Die Einwohner lebten einst überwiegend von der Land- und Forstwirtschaft. Im Jahre 1968 schlossen sich die Lichtenauer Landwirte der LPG in Tornow an

Das Wasser der Schrake wurde einst zu einem Mühlteich aufgestaut, welches dann zum Betreiben einer Wassermühle genutzt wurde. Im Ort gab es auch eine Windmühle.

Östlich des Dorfes Lichtenau, bei den Rohr-Wiesen, mündete das Wasser der Schrake in die Dobra.

Südlich vom Ort wurden auf der Putlichtenauer Hutung das Vieh gehalten und die Wiesen bewirtschaftet. Nördlich vom Ort gab es eine kleine Erhöhung, den Ziegenberg.

Verbindungswege existierten zu den Nachbardörfern Tornow, Hänchen und Kittlitz, die nur wenige Kilometer entfernt lagen.

Bis zum Jahre 1892 war die Oberförsterei der Standesherrschaft Lübbenau in Lichtenau angesiedelt. Der Forstwirtschaftsbetrieb erwarb im Jahre 1967 in Lichtenau ein Grundstück als Ersatz für die Revierförsterei Tornow.

Die einstige Wassermühle an der Schrake fiel 1975 den Erschließungsarbeiten des Braunkohlentagebaus Schlabendorf-Nord zum Opfer. Das ehemalige Gutshaus diente später als Verwaltungssitz des Rates der Gemeinde von Lichtenau und zu Wohnzwecken.

An der nord-westlichen Ortsgrenze von Lichtenau befindet sich heute das Naturschutzgebiet Lichtenauer See. Südöstlich wird der Ort von der Autobahn A 13 Spreewalddreieck-Dresden sowie das Naturschutzgebiet Schlabendorfer See begrenzt.