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| 17:18 Uhr

Fünf Euro für eine Mail
Allianz unterstützt Wiesenpflege

Lübbenau. Versicherer will künftig E-Mails statt Briefe versenden und lockt Umsteiger mit Prämie für die Umwelt.

Das Biosphärenreservat Spreewald hat gemeinsam mit der Allianz-Versicherung und der Stiftung Kulturlandschaft Spreewald ein neues Projekt gestartet. Dabei können  viele Menschen aus der Spreewaldregion mitmachen. Die Allianz-Versicherung will künftig statt Briefe E-Mails versenden, und die Versicherten sollen zur Aktion „E-Mail statt Brief“ ihr Einverständnis geben – der Umwelt zuliebe. Pro Jahr verschickt die Allianz Deutschland viele Millionen Briefe an ihre Kunden. Jedes Schreiben, das das Unternehmen ausgedruckt auf Papier versendet, verursacht durchschnittlich 28 Gramm an Treibhausgasen – eine Umweltbelastung, die sich deutlich reduzieren lässt.

Deshalb schickt die Allianz ihren Kunden künftig lieber E-Mails: Die sind schneller bei den Versicherten, sind günstiger und deutlich umweltfreundlicher. Das Potenzial ist enorm: Würde jeder Kunde zustimmen, könnte die Allianz weit über 2000 Tonnen Treibhausgas im Jahr einsparen.

Um möglichst viele Kunden für die Aktion zu gewinnen und der Natur zusätzlich zu helfen, hat das Unternehmen eine groß angelegte Spendenaktion gestartet: „Die Kunden können mit ihrer Entscheidung zusätzlich etwas für die Umwelt tun. Für jeden Versicherten hat die Allianz fünf Euro bereit gelegt, die sie für ein Wunsch-Umweltprojekt des Kunden spendet, sobald er oder sie sich für ‚E-Mail statt Brief’ angemeldet hat“, erläutert der Sprecher des Umweltministeriums, Jens-Uwe Schade. Der Kunde entscheide, wohin die fünf Euro fließen.

In den letzten Jahren ist die Population der Weißstörche im Biosphärenreservat Spreewald wieder unter Druck geraten. Neben der Intensivierung der Landwirtschaft am Rand des Biosphärenreservats liegt das auch daran, dass immer weniger der kleinen, feuchten Spreewaldwiesen bewirtschaftet werden, weil sich die Mahd für die Landwirte nicht mehr rentiert. Hier setzt das Projekt, das gemeinsam mit der Bürgerstiftung Kulturlandschaft Spreewald und Landwirten aus der Region durchgeführt wird, an.

Das Biosphärenreservat wählt die für den „Adebar“ wichtigen Nahrungswiesen aus, die dann schonend zum richtigen Zeitpunkt gemäht werden. Durch diese Wiesenpflege ist es nicht nur möglich, dem Weißstorch und seinen Jungen eine vielfältige Nahrungsgrundlage zu verschaffen, die sie nach langer Wanderung aus dem Süden Afrikas und dem anstrengenden Brutgeschäft vorfinden. Die die Mahd der Spreewaldwiesen erhält die artenreiche Kulturlandschaft des Spreewalds insgesamt, die auch viele Touristen erfreut.

Weitere Informationen gibt es im Internet: http://www.spreewaldstiftung.de.