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| 17:10 Uhr

Stundenschwimmen 20:18
Alles, nur nicht die rote Laterne

Die Vorbereitungen zum Stundenschwimmen 20:18 laufen auf Hochtouren. Vertreter der Städte Finsterwalde, Luckau, Vetschau, Großräschen, Calau und Altdöbern bei der Auftaktveranstaltung im Calauer Rathaus.
Die Vorbereitungen zum Stundenschwimmen 20:18 laufen auf Hochtouren. Vertreter der Städte Finsterwalde, Luckau, Vetschau, Großräschen, Calau und Altdöbern bei der Auftaktveranstaltung im Calauer Rathaus. FOTO: Stadt Calau / Jan Hornhauer
CAlau. Bei der Auftaktveranstaltung zum Stundenschwimmen 20:18 in Calau zeigen sich die beteiligten Städte ehrgeizig. Titelverteidiger Forst ist dieses Jahr nicht dabei. Von Stephan Meyer

In einem sind sich die Vertreter der Städte Calau, Altdöbern, Großräschen, Finsterwalde, Vetschau und Luckau einig — die rote Laterne möchte keiner von ihnen haben. Der Negativpreis blüht jener Stadt, die beim Stundenschwimmen den letzten Platz belegt. Am Freitag trafen sich Vertreter der Städte im Calauer Rathaus zur Auftaktveranstaltung des diesjährigen ortsübergreifenden Schwimmwettbewerbs, der in knapp vier Wochen, am 23. Juni ausgetragen wird.

Zehn Jahre ist es nun her, als Calau das Stundenschwimmen aus der Taufe hob. Der Anlass: Die Stadt wollte ihr Freibad in den Fokus rücken. „Wir wissen alle, dass wir schöne Anlagen haben“, so der Calauer Bürgermeister Werner Suchner (SPD). Mit ihnen sind aber auch Kosten verbunden. „Wir haben nur dreieinhalb Monate in denen wir Einnahmen generieren können“, erklärt er weiter. Die Eintrittspreise sollen jedoch erschwinglich bleiben, betont er. Auch andere Städte wollten ihre Bürger dazu animieren, ihre Freibäder öfter zu nutzen, so dass sich das Stundenschwimmen über die Jahre zu einem Wettstreit zwischen den Orten entwickelt hat.

Doch dieses Mal muss der Wettkampf mit einer Stadt weniger auskommen. Ausgerechnet der Titelverteidiger Forst hat seine Teilnahme abgesagt. Rund 500 Kilometer erschwommen die Bewohner der Rosenstadt 2017. Knapp 48 Kilometer mehr als die zweitplatzierte Stadt Finsterwalde.

Doch an dem Juni-Wochenende, an dem der diesjährige Wettbewerb ausgetragen wird, steigt in Forst das Rosengartenfest. Deshalb könne sich die Stadt nicht beteiligen, erklärte Suchner. „Das ist schon schade, aber wir hoffen, dass Forst im nächsten Jahr wieder dabei ist.“ Zwei Großveranstaltungen an einem Wochenende seien nun mal personaltechnisch schwer zu stemmen. Überhaupt ist es, laut Suchner, gar nicht so einfach sich mit sieben, nun sechs Städten auf einen Termin zu einigen. Damit sich Freizeitschwimmer nicht überfordert fühlen und deshalb dem Event vielleicht sogar fern bleiben möchte der Calauer Bürgermeister den Wettbewerbscharakter der Veranstaltung etwas entschärfen. „Mir ist zweitranging wie viele Kilometer erschwommen werden, so lange wir nicht letzter werden“, sagte Suchner. „Viel wichtiger ist mir die Anzahl der Teilnehmer.“ Zu diesem Zweck werden weitere Auszeichnungen ausgelobt. So bekommen der jüngste und der älteste Schwimmer einen Preis. Auch wird es einen Unternehmerpokal geben. Zusätzliche Pokale und Auszeichnungen haben sich auch die anderen Städte einfallen lassen.

So bescheiden wie der Calauer Bürgermeister gaben sich die Vertreter der anderen Städte bei der Auftaktveranstaltung nicht. Vor allem Vetschau, Luckau und Finsterwalde formulierten ihre Siegesabsicht. Eine weitere Gemeinsamkeit der beteiligten Städte: Die Veranstaltung soll einen Volksfestcharakter bekommen. Über all wird es ein kleines Rahmenprogramm geben. In Calau sollen unter anderem ein Volleyballturnier, Ponyreiten und der Calauer Fanfarenzug zusätzliche Teilnehmer ins Freibad locken.

Auch wenn der Sieger des Stundenschwimmens 2018 noch nicht feststeht, ist zumindest schon klar wo der Wanderpokal übergaben wird. Damit die Feierlichkeit nicht immer in der Siegerstadt stattfindet, rotiert die Pokalübergabe, die dieses Jahr, voraussichtlich am 27. Juni, in Luckau begangen wird.