Einen etwas skurrilen Rettungseinsatz gab es am Montagabend in der Lübbenauer Neustadt. Der Anruf von aufmerksamen Anwohnern bei der Leitstelle Lausitz hatte einen Einsatz „Rettung aus Höhen und Tiefen“ bei der Feuerwehr ausgelöst. Auf dem Dach eines fünfgeschossigen Hauses in der Geschwister-Scholl-Straße war eine Person gesehen worden. Da Suizidverdacht bestand, wurde auch die Polizei alarmiert.
Auf Rundschau-Nachfrage erklärte Polizeisprecher Torsten Wendt am Dienstagmorgen: „Die Sache hatte sich aber schnell erledigt. Auf dem Dach saß ein Mann mit einer Gitarre und chillte ein wenig. Und das darf er auch.“ Die alarmierten Rettungskräfte konnten den Einsatz also schnell wieder beenden. Torsten Wendt: „Die Anwohner haben aber alles richtig gemacht. Lieber einmal mehr die Feuerwehr oder Polizei anrufen als einmal zu wenig.“

Lübbenauer machte schon einmal Musik auf dem Dach

Nicht zum ersten Mal musizierte der Mann auf dem Dach. Nach Angaben des Lübbenauer Stadtwehrführers Hartmut Wassermann habe der Mann bereits das zweite Mal auf dem Wohnhaus-Dach nahe des Kreisverkehrs am Kolosseum Gitarre gespielt und gesungen. Am Montag war er von dort bereits wieder verschwunden, als die Feuerwehr eintraf. Die Polizei war schneller gewesen. Anfang Juni vergangenen Jahres hingegen sahen ihn die Feuerwehrleute bei Eintreffen noch mit herunter baumelnden Beinen, so Wassermann.
Wird die Feuerwehr zu einer Höhenrettung gerufen, muss sie mit mehreren Einsatzfahrzeugen ausrücken und auch eine Drehleiter mitführen sowie ein Sprungpolster wegen des Suizidverdachts.
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