Bis Ende Oktober müssen Auto- und Lkw-Fahrer auf der A 13, zwischen Lübbenau und Duben, noch auf Kuschelkurs gehen. Bis dahin bleiben die Fahrbahnen eingeschränkt und die Geschwindigkeit auf 60 Kilometer pro Stunde begrenzt. Bis zum Herbst brauchen die Bauleute, um die beiden Brücken in diesem Bereich fertigzustellen und die Richtungsfahrbahn Berlin auf den fünfeinhalb Kilometern zu erneuern. "Gerade bauen wir an den beiden Brücken. Mindestens noch bis zum 13. Juli bleibt die Brücke zwischen Ragow und Klein Radden deshalb gesperrt", sagt Bauüberwacher Thomas Mattuschka.

Anfang August wird es lebhafter auf der Autobahn. Dann geht wieder die mobile Mischanlage in Betrieb. Wie auf der Richtungsfahrbahn Dresden im vorigen Jahr, wird dann auf der Seite Richtung Berlin die Betondecke aufgebracht. Der 11,50 Meter breite Beton-Gleitschalungsfertiger wird wie auf der westlichen Seite eine 27 Zentimeter starke Betonschicht aufbringen. Stündlich legt dieser Fertiger 100 Meter zurück - pro Tag also im Durchschnitt 600 bis 800 Meter Autobahn. "Pro Stunde verarbeitet so ein Maschinenkomplex 240 Kubikmeter Beton, der so steif ist, dass keine Schalung benötigt wird", erläutert Mattuschka.

Bis weit in den Juli hinein gibt es noch Arbeiten an der Brücke bei Kittlitz. Sie sei früher die Trasse für die Kohlebahn gewesen und vor mehr als zehn Jahren als Straße ausgebaut worden, so der Bauüberwacher. "Die Stahlträger der Brücke sind damals nicht sehr gut gegen Korrosion geschützt worden. Deshalb muss jetzt nachgearbeitet werden", erklärt er. Dort geht es bis zum Ende der Baustelle, voraussichtlich am 25. Juli, nur einspurig mit Tempo 80 vorwärts.

Eine weitere Baustelle auf der Richtungsfahrbahn Dresden kündigt sich für die Ferienzeit an. Zehn Kilometer Asphalt auf der A 13 zwischen Calau und Bronkow weisen Risse auf. "Sie dürfen im Winter nicht zu Löchern werden", sagt Thomas Mattuschka. Die Arbeiten sollen mit einem Riesenaufwand im Eilzugtempo zwischen dem 2. Juli und dem 11. August erledigt werden. Aufbau und Abbau nicht gerechnet, bleiben den Bauleuten nur vier Wochen. Die Anschlussstelle Bronkow muss dafür deshalb vom 9. Juli bis 4. August gesperrt werden.

Für jede Richtung bleibt eine Spur, auf der nur 80 Kilometer pro Stunde gefahren werden dürfen. Staus, wie schon oft in den vergangenen Jahren, drohen auch dort. Während die Arbeiten auf der Autobahn im Sommer auf Hochtouren laufen, wird ab dem 9. Juli nahe Groß Jehser an der Richtungsfahrbahn Berlin der A 13 eine etwa 250 Meter lange Lärmschutzwand aus Beton errichtet. Eine weitere drei Meter hohe, aber etwas längere Lärmschutzwand soll nach Angaben von Thomas Mattuschka im kommenden Jahr bei Ragow gebaut werden.