„Here Comes The Sun“ - mit diesem Beatles-Song von George Harrison stimmen sich die sieben Musiker von „Cutaway“ auf ihre Probe ein. In dem Raum in der Otto-Grotewohl-Straße in der Lübbenauer Neustadt, den sie von der GWG gemietet haben, treffen sie sich einmal in der Woche. Dieser Termin ist für alle Bandmitglieder gesetzt und hat doch in diesen Wochen eine besondere Bedeutung. Am 16. September wollen sie zeigen, dass sie nach zehn Jahren Bandgeschichte immer noch so frisch - und vielleicht noch perfekter - sind. Mit „Sweet Home Alabama“ spielen die Musiker zu Beginn dieser Probe einen weiteren Kultsong von Lynyrd Skynyrd, der inzwischen zur „Hymne“ von „Cutaway“ geworden ist.
„Auch wenn sich die Bandzusammensetzung im Laufe der Jahre immer wieder geändert hat, sind wir doch dem ,Unplugged'-Stil, der in den 90er Jahren bekannt wurde, treu geblieben“ , sagt Mario Dannenberg. Er erinnert sich noch gut an den Sommer 1996, als er im Urlaub in Bulgarien einfach auf die Bühne gegangen war und mit den Musikern eine Session machte. Wieder zu Hause, spann er mit Peter Krieg die Idee weiter, mal eine abendfüllende Show mit zwei Akkustik- Gitarren auf die Beine zu stellen. Maik Schorrat gesellte sich mit seiner Mundharmonika dazu - da waren sie schon drei.
In seinem Laden in Calau kam Mario Dannenberg in dieser Zeit mit zwei Engländern ins Gespräch, da war ein Schlagzeuger gefunden. Bassist Thomas Faustmann, ein Background-Sänger und ein Keyboarder ergänzten im Laufe der einjährigen Probenzeit die Band. „Der Kern, der sich Mitte bis Ende August 1996 zusammengefunden hatte, ist zusammengeblieben“ , sagt Mario Dannenberg. Aus privaten und beruflichen Veränderungen heraus, habe es auch immer wieder Umbesetzungen gegeben. „Doch dass wir nach zehn Jahren noch da sind, das muss uns erst mal einer nachmachen“ , ergänzt er. „Wir haben alle einen Beruf, denn nur von der Musik zu leben, das ist schwer.“ Die finanzielle Unabhängigkeit erlaube es ihnen allerdings auch, sich nicht zu verbiegen, der eigenen musikalischen Überzeugung treu zu bleiben. Ein weiteres „Geheimnis“ der Langlebigkeit dieser Band sei, dass Leute dabei sind, die sich verstehen und zusammenhalten.
„Cutaway“ sieht sich als regionale Band. „Im Umkreis von 50 Kilometern haben wir schon in vielen Städten gespielt“ , sagt Mario Dannenberg. „Manchmal haben wir bis zu drei Konzerte im Monat.“ Auf den Proben werden gemeinsam neue Titel erarbeitet. „Wir proben meist zweieinhalb bis drei Stunden, jeder kommt schon vorbereitet her“ , sagt Maik Schorrat. Wenn ein neuer Titel erarbeitet wird, diskutieren die Bandmitglieder darüber. Beim nächsten Mal haben sich dann alle darauf vorbereitet. Rund 40 Titel für ein abendfüllendes Programm hat „Cutaway“ parat. „Im Laufe der zehn Jahre sind es mehr als 120 Titel geworden, die wir drauf haben“ , sagt Mario Dannenberg.

Zum Thema Party im Kulturhof
  Am 16. September ab 21 Uhr feiert „Cutaway“ im Lübbenauer Kulturhof, Güterbahnhofstraße 60, das zehnjährige Bestehen mit einer Party, zu der auch ehemalige Band-Mitglieder ihr Kommen zugesagt haben.
Zur Band gehören: Mario Dannenberg (voc., rhythm git.), Gesine Dannenberg (piano, voc., rhythm), Mario Kröger (piano), Maik Schorrat (git., rhythm, Mundharmonika), Peter Krieg (solo git.), Thomas Bulla (bass), Mario Seifert (drums).