"Er hat sich nie verbiegen lassen", sagt Michael Hoffmann, heute als Bassist Teil der Lübbenauer "Bluesbeards". Am heutigen Sonnabend werden sie gemeinsam mit Kerth (samt Sohn) den Abend im Kulturhof bestreiten. Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt kostet symbolische fünf Euro. "Die Stadt Lübbenau unterstützt die Veranstaltung und hat das möglich gemacht", sagt Michael Hoffmann.

Zugleich wird es zum Doppelkonzert von Kerth und den Bluesbeards eine Dia-Schleife über Lübbenau geben. Die Aufnahmen hat Hans-Joachim Nemitz von der Arbeitsgruppe Zeitgeschichte der Lübbenaubrücke aus Archiven hervorgeholt. Ein Abend mit Anspruch - vor allem aber an die Musik. "Die Bluesszene war im osten die Stimme der Stimmlosen", sagt Philipp Hoffmann, Gitarrist der "Bluesbeards", Michaels Sohn. Er ist schon als Kind mit auf Konzerte der väterlichen Legenden mitgegangen, ist dort musikalisch "sozialisiert" worden und erst später zum Ur-Blues aus Amerika gekommen. Philipp Hoffmann war es auch, der neben den Lübbenauern Achim und Benjamin Richter seinen Vater auf die Bühne holte. Das sind die "Bluesbeards", und da auch Jürgen Kerth mit Sohn kommt, steht der Abend unter dem Motto "Väter und Söhne".