Von Fluglehrer Gerald Siebert bekommt sie technische Dinge erklärt, auch das neue Kollisionswarngerät, mit dem die Bronkower Piloten seit diesem Jahr ihre Vereinsmaschinen ausrüsten.

FLARM heißt das in Kleinflugzeugen eingesetzte Kollisionswarngerät, ein sattelitengestütztes, etwa handygroßes Gerät, das von jungen Schweizer Segelfliegern entwickelt worden ist. „Über GPS wird die Position der mit FLARM ausgerüsteten Flieger ermittelt und über eine Antenne mit bis zu 15 Kilometern Reichweite anderen Seglern mitgeteilt“, erklärt Gerald Siebert. „Ein unscheinbares Bauteil für noch mehr Sicherheit im Flugverkehr“, bewundert er das Kollisionswarngerät, das mittels Datenbank auch auf terrestrische Flughindernisse, wie emporragende Türme, Antennenanlagen oder Windkraftanlagen hinweist.

Beeindruckt lauscht Nancy Stickelt den Technik-Erläuterungen. Seit sieben Jahren widmet sich die Auszubildende zur Industriemechanikerin dem Modellflug, ist auch schon in Ultraleicht-Motorflugzeugen mitgeflogen. Jetzt möchte sie das lautlose Segeln kennen lernen und bei Wohlgefallen eine Segelflugausbildung aufnehmen.

Von Modellflieger-Pilot Rainer Gust habe sie erfahren, dass der Fliegerclub Bronkow in diesem Jahr fünf geeigneten Kandidaten eine Segelflugausbildung bis zum ersten Alleinflug finanziert. Bevor Nancy Stickelt als Co-Pilotin zum passionierten Segel- und ehemaligen Düsenjägerpiloten Bernd „Opa“ Jordan ins Cockpit steigt, wird sie von Jugendwart Helge Schwarzlose durchs Objekt geführt. In nahezu jedem Winkel des Areals entdecken sie an diesem Samstag Vereinsmitglieder, Techniker und Prüfingenieure, die an Motor- und Segelflugzeugen werkeln.

Das sonnige Wetter wird von vielen zum Anfliegen in die Saison 2009 genutzt. „Für Flugschüler und Lizenzpiloten stehen gleichzeitig Überprüfungsflüge mit Gefahreneinweisung an“, erklärt Helge Schwarzlose. Natürlich geht es auch darum, sich mit dem Kollisionswarngerät FLARM vertraut zu machen und Neuling Nancy Stickelt auf ihrem Jungfernflug als Co-Pilotin zuzuschauen. „Wunderbar! Im Gegensatz zum Motorflug wird man beim Segelflug-Windenstart intensiv in den Sitz gedrückt. Dieses Gefühl kannte ich noch nicht. Wir hatten sogar Thermik zum Kreisen“, erzählt sie begeistert. Eine knappe halbe Flugstunde genügt zur Festigung ihres Entschlusses, eine Segelflugausbildung anzutreten. ueh