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| 17:59 Uhr

Meisterschaft
Faszination Bahnsport in Lübbenau

Spannende Läufe und wie immer viel Staub bei den Sandbahnrennen begeisterten die Zuschauer.
Spannende Läufe und wie immer viel Staub bei den Sandbahnrennen begeisterten die Zuschauer. FOTO: lr / Vincent Paarmann!
Lübbenau. Hochkarätiges 71. Sandbahnrennen zieht nur wenige Zuschauer in die Spreewaldstadt.

Der Tag fing mit sehr freundlichem Wetter an, die Teilnehmer und der veranstaltende Verein waren froh gestimmt. Die Bahn lag gut, war vom Vorabendwässern noch sehr feucht. Da sehr viele Fahrer erstmals zu Gast waren, mussten sie sich im Training erst langsam an die Besonderheit der Bahn, die ja bekanntlich fast drei Kurven hat und dem natürlich noch feuchten Bahnbelag, herantasten.

Um 13.30 Uhr erfolgte dann die Eröffnung, alle Fahrer saßen bei grauem Himmel im offenen LkwTrailer. Der Blick nach oben, auf das Thermometer und auf die Zuschauerränge löste bei allen zunächst etwas Sorge aus. Aber die Männer auf den Solo-Maschinen legten zu den Rennen ab 14 Uhr so richtig los, dasselbe galt dann später auch für die Frauen und Männer in den Speedkarts.

Die Faszination Bahnsport war wieder live zu spüren, bei den Zuschauern und den Piloten auf der Piste. Der Sound, die besonderen Gerüche in der Nase, die Angespanntheit der Piloten am Start – diese hohe Konzentration, das Vorschnellen, wenn das Band sich hebt, die Körperhaltung beim Rasen in und durch die Kurven, den Hintern fast quer legen von der Maschine und mit dem Lenker immer Richtung halten. Ein unvorstellbarer Kraftakt für die Fahrerrinnen und Fahrer und fast einem Ballett gleich, wenn mehrere Maschinen durch die Kurven driften. Einfach unbeschreibliches Gefühl für Fahrer und Zuscheuer gleichermaßen.

Harte Positionskämpfe folgten Rennen für Rennen, die Frauen und Männer gaben alles. Die „Senioren“, Fahrer die ihre aktive Zeit vor rund 30 bis 35 Jahren hatten, ließen es ordentlich krachen. Direkt vom Start weg hieß es auch bei ihnen Vollgas. „Das Fahren hatten sie immer noch drauf – und wie“, ist Henry Pfeiffer, 1. Vorsitzender des MSC Jugend Lübbenau begeistert.

Die Speedkarts schnellten wie ein Schwarm Hummeln vom Band und schossen in Richtung Kurve, einige Male flogen sie wahrhaftig über die Strecke, mit allen vier Rädern in der Luft. Ein absolut erlebenswertes Schauspiel an der Strecke. Frauen und Männer heizten, was das Zeug hielt und hatten hohen Zuspruch.

Der Langbahnpokal, der Meistertitelkampf der fast ausschließlich jungen Titanen, war an Spektakulärem kaum zu überbieten. Die jungen Recken und ein einbisschen älterer, guter Freund aus dem hohen Norden der Republik schenkten sich nichts. Die Bahn lag allen sehr gut und dieses sah und spürte man auch. Hier gab es am laufenden Band Positionskämpfe, egal ob auf der Gerade oder in den Kurven. „Ein tolles Event, hochkarätiger und faszinierender Motorsport pur“, sagt Pfeiffer und dankt allen, „die uns so eine unschätzbare Hilfe waren in der Vorbereitung und der Durchführung des 71. Lübbenauer Sandbahnrennens“.

Fazit des Rennens: Durchweg positive Beurteilungen durch die Offiziellen des DMSB und die Fahrerinnen und Fahrer. Durchweg wieder die Empfehlung für Prädikatsveranstaltungen beim MSC „Jugend“ Lübbenau. Sehr gute Nachrichten für den MSC. Leider kamen nur 350 Zuschauer zu diesem hochkarätigen Event, immerhin ging es um den Langbahnpokal des DMSB 2018 – der deutsche Meistertitel wurde erkämpft. „Für den MSC leider wieder eine nicht kostendeckende Veranstaltung im Herbst. Nun sind Überlegungen erforderlich, wie damit umgegangen wird, was kann, was muss anders gemacht werden“, resümiert Pfeiffer..