| 02:42 Uhr

400 Hektar Spreewald dauerhaft geschädigt

Die Schäden des Hochwassers im inneren Spreewald sind immens.
Die Schäden des Hochwassers im inneren Spreewald sind immens. FOTO: Gloßmann
Lübbenau. Der Spreewald zeigt sich nach den Sommerhochwässern 2010, 2011 und 2013 noch immer großflächig geschädigt. Darauf wies Jörg Dunger, Leiter der Landeswaldoberförsterei Lübben, kürzlich in der 10. Spreewalkonferenz in Lübbenau hin.

400 Hektar Wald seien durch Überflutung nachhaltig betroffen. Der Schaden belaufe sich auf sechs bis acht Millionen Euro, sei tatsächlich aber noch höher. Vom Menschen geschaffenes "Kulturgut" sei zerstört worden.

Teilweise länger als zwölf Wochen stand das Wasser von Juli bis Oktober 2010 im Wald, wie Dunger anhand einer Schadkartierung zeigte. Inbesondere für die Erle sei dies in der Vegetationsphase tödlich gewesen. In den stark vernässten Gebieten, so Dunger, habe sich der Waldzustand bis heute nicht verbessert. Schädlinge wie Phytophthora hätte zusätzlich Schaden angerichtet.

Seit April 2014 haben sich Vertreter unter anderem von Biosphärenreservat, Förstereien, Zweckverbänden und Naturschutzbehörden an einem Managementplan für das Flora-Fauna-Habitat-Gebiet Innerer Oberspreewald beteiligt. In der bis 2026 reichenden Planung sind Maßnahmen zur Schadensbewältigung sowie zur naturnahen Bewirtschaftung des Waldes festgelegt. Immer wieder wurde Stellung genommen, abgewogen, geändert, diverse Richtlinien, Verordnungen und Gesetze für das Biosphärenreservat berücksichtigt.

Unter anderem liegen nun Pläne für die Waldverjüngung und -nutzung bis 2026 vor. Beispielsweise für den Wald im Revier Schützenhaus müssen aber auch Überflutungsflächen erweitert werden, um Bäume zu schützen, betonte Dunger.