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4,5 Sterne leuchten jetzt am See

Gerade angekommen auf dem Hindenberger Campingplatz: Helga und Heiner Klotz mit Enkeltochter Alisa und Schäferhund Bero lassen sich Zeit. Erst einmal wird alles Nötige aus dem Wohnmobil herausgeräumt. Sie sind nicht zum ersten Mal hier, denn "der Platz ist top", sagen sie.
Gerade angekommen auf dem Hindenberger Campingplatz: Helga und Heiner Klotz mit Enkeltochter Alisa und Schäferhund Bero lassen sich Zeit. Erst einmal wird alles Nötige aus dem Wohnmobil herausgeräumt. Sie sind nicht zum ersten Mal hier, denn "der Platz ist top", sagen sie. FOTO: Hannelore Kuschy
Hindenberg. Marco Rähm ist den fünf Sternen für sein Camping am See um einen halben Stern näher gekommen. Der ADAC hat ihn jetzt verliehen. Hannelore Kuschy

Die viereinhalb Sterne stehen für alle Annehmlichkeiten auf dem Platz wie TV-Anschluss, freies WLAN für jeden Gast, gastronomische Versorgung, drei Sanitärhäuser - eines davon wurde erst vor zwei Jahren neu errichtet - großer Spielplatz und vieles mehr.

Helga und Heiner Klotz aus Augustusburg wissen das zu schätzen und kommen immer wieder. "Diesmal haben wir unsere Enkeltochter Alisa und Schäferhund Bero dabei", erzählt er. Der Platz sei top, das Personal genauso. Von hier aus ließen sich wunderbare Fahrradtouren unternehmen, etwa nach Lübben, Schlabendorf oder zur Slawenburg Raddusch. Seit dem vorigen Jahr radelten sie mit E-Bikes - da gehe es noch viel einfacher.

Platzbetreiber Marco Rähm zählt durchschnittlich 35 000 Übernachtungen pro Jahr - das sei überdurchschnittlich im Vergleich zu vielen anderen. 17 Leute beschäftigt der 48-Jährige in der Saison, die sich um das Wohl der Gäste kümmern, denen 100 Touristplätze, 25 Dauercampingplätze und 18 Ferienhäuser zur Verfügung stehen. "Zehn bis 15 weitere Häuser würde ich gern noch auf meinem Grundstück bauen, wenn die Unsicherheit mit dem Ostufer nicht wäre", beklagt er. Denn das müsse noch komplett saniert werden. Ziel der LMBV sei es gewesen, dieses Ufer bis 2020 fertig saniert zu haben. "Zum dritten Mal ist das Konzept dafür jetzt schon über den Haufen geworfen worden", sagt der Platzbetreiber. Er wirft dem Bergbausanierer vor, fahrlässig mit seinem Unternehmen umzugehen. Die Unsicherheit lasse Marco Rähm manche Nacht nicht schlafen, denn das Ungewisse ziehe erhebliche Folgen für ihn nach sich. Bislang sei von drei Jahren Sanierungszeit ausgegangen worden, in denen der Platz schließen müsste. Vor diesem Hintergrund falle es ihm auch schwer, die ersten beiden Sanitärhäuser "anzufassen", denn keine Bank wäre unter diesem Umständen zu einem Kredit bereit.

LMBV-Sprecher Uwe Steinhuber gesteht, dass das Sanierungskonzept für das Restloch A (Hindenberger See) "erhebliche Einschränkungen des Betriebes des Campingplatzes und der Gaststätte zur Folge" hätte. Deshalb prüfe man derzeit Alternativen, auch, um den Zeitablauf zu optimieren. Aus diesem Grunde würden sich die ursprünglich geplanten Zeitabläufe verschieben.