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Musikalisch ins neue Jahr
350 Besucher von Neujahrskonzert begeistert

Hörgenuß bot am Sonntag das Neujahrskonzert in der Lübbenauer Nikolaikirche.
Hörgenuß bot am Sonntag das Neujahrskonzert in der Lübbenauer Nikolaikirche. FOTO: Franziska Dorn / Evangelischer Kirchenkreis Niede
Lübbenau. Die Niederlausitzer Kirchengemeinde hat das kirchenmusikalische Jahr unter dem Motto „Dancing Day“ erfolgreich eröffnet.

Von Jenny Theiler

Die Besucher des Neujahrskonzertes am vergangenen Sonntag durften zarten und intensiven Klängen in der Nikolaikirche lauschen. Im Mittelpunkt des Programms standen die Werke englischer und französischer Komponisten des 20. Jahrhunderts. Ungefähr 350 Besucher freuten sich auf das leidenschaftliche Programm, mit dem Kantorin Katharina Schröder etwas völlig Neues ausprobiert hat.

João Segurado interpretierte das Konzert für Orgel, Streicher und Pauken von Francis Poulenc an der Orgel. Der in Lübbenau lebende Komponist und Musiker wurde von Jürgen Miesler an der Pauke und Musikern der Philharmonie Cottbus unter der Leitung von Tobias Scheetz begleitet. Segurados musikalischer Beitrag an der Orgel galt als einer der Programmhöhepunkte und bildete gleichermaßen eine Hommage an das Werk von Johann Sebastian Bach.

Der Engländer Benjamin Britten vertonte weihnachtliche Texte aus dem Mittelalter und der Zeit der Christianisierung Englands. Mit „Ceremony of carols“ - dem „Kranz von Lobechören“, besang der Kantatenchor Lübbenau das Weihnachtsfest. Das besondere Highlight dieses Programmpunktes war das Zusammenspiel der Sopranstin Elisabeth Göckeritz mit dem Chor und die Begleitung durch die Harfistin Antje Gräupner. Zurück in der Gegenwart wurde auch das Werk zeitgenössischer Komponisten beim Konzert berücksichtigt. Das „Transeamus usque Bethlehem“ von Colin Mawby haben Chor und Orchester würdevoll interpretiert, wobei die Geburt Jesu Christi nicht nur bei diesem Stück, sondern auch im gesamten Konzert ein wiederkehrendes Motiv bildete. Das Konzert stand unter dem Motto „Dancing Day“, das an das englische Weihnachtslied „Tomorrow shall be my dancing day“ angelehnt ist. So wurde die Veranstaltung, die nur einen Tag nach dem Dreikönigstag stattfand, zu einem berührenden und zugleich schwungvollen Fest. „Das war wunderschön. Ich verstehe nichts von Kirchenmusik, aber das hat mir sehr gut gefallen“, lobt eine Besucherin das Neujahrskonzert.

(the)