Aus Poznan (Polen), Prag (Tschechien), Austin (Texas, USA) und Freiburg im Breisgau sind vier prominente Hochschullehrer dabei. "Sie erteilen den Studierenden Unterricht an den historischen Orgeln der Niederlausitz", erklärt Rudolf Bönisch von der Niederlausitzer Orgelakademie. "Vier Tage lang gibt es Studien an Instrumenten mit spätbarocken oder romantischen Klangfarben, die in ihrer Art und Größe in den Übungsräumen der Universitäten und Musikakademien nicht vorhanden sind", so Bönisch.

In der Niederlausitz gibt es eine große Zahl dieser Instrumente, und alle stehen in geringere Entfernung zueinander, sodass es für die Schüler und Lehrer eine sehr gute Programmkoordination und ideale Studienbedingungen gibt.

Damit erklingt in dieser Woche 260 Stunden Orgelmusik in zehn Kirchen. Es unterrichten Professor Martin Schmeding aus Freiburg/Breisgau, Professor Jaroslav Tuma aus Prag, Professor Slawomir Kaminski aus Poznan und Professor Matthias Maierhofer aus Austin in Texas (USA) an den Orgeln in der Stadtkirche Golßen, der Klosterkirche Doberlug und der Dorfkirchen Zieckau, Uckro, Waltersdorf, Langengrassau, Prießen, Frankena und Buchhain.

"Dabei kommt es vor allem darauf an, die richtige Klangfarbenauswahl bei eingeschränkter Registeranzahl der Orgeln zu finden, und die Orgelliteratur möglichst im Sinne der Komponisten vergangener Jahrhunderte aufzuführen", erklärt Rudolf Bönisch.

Zum Auftakt der Niederlausitzer Orgelakademie am Montag, 23. September, um 19 Uhr, gibt es ein Orgelkonzert mit den vier Hochschullehrern an der historischen Schuke-Orgel der Stadtkirche Golßen. Unter dem Thema "Vier Dozenten, vier Jahrhunderte" wird Musik von Johann Sebastian Bach, Max Reger und Feliks Nowowiejski sowie eine große Improvisation zu hören sein.

Zum Abschluss der zweiten internationalen Orgelakademie in der Niederlausitz gibt es wie bereits im Vorjahr eine Orgelnacht. An der historischen Claunigk-Orgel in der mittelalterlichen Dorfkirche zu Waltersdorf bei Luckau spielen am Freitag, den 27. September von 19 bis 24 Uhr die 18 Studierenden ein vierstündiges Programm mit internationaler Orgelmusik aus mehreren Jahrhunderten.

In den Pausen werden ein Abendimbiss und Getränke angeboten, was die an der Orgelakademie beteiligten Kirchengemeinden vorbereiten. Zum Eröffnungskonzert und zur Orgelnacht wird ganz herzlich eingeladen.

Der Eintritt zu diesen besonderen Konzerterlebnissen ist frei. Um angemessene Spenden zur Unterstützung der Orgelakademie in der Niederlausitz wird jedoch freundlichst gebeten.