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| 01:45 Uhr

2010 verliert Lübbenau Einnahmen in Milllionenhöhe

Lübbenau. Die Stadt Lübbenau geht finanziell harten Zeiten entgegen. Während der Nachtragshaushalt für 2009 – soeben beschlossen – noch einen kleinen Überschuss ausweist, muss die Stadt 2010 mit deutlich weniger Einnahmen rechnen. Von Jan Gloßmann

Schon im Nachtragshaushalt für das laufende Jahr sackt der Überschuss erheblich: Von der geplanten eine Million Euro bleiben nunmehr noch 250 000 Euro übrig. „Schuld“ ist dabei aber eine Umschichtung im Haushalt nach neuem, doppischen Muster. „Wir haben die Konjunkturmittel eingestellt und weitere Anpassungen an das doppische System vorgenommen“, erklärt Lübbenaus Kämmerin Ute Radnitz. Insgesamt sei die Hälfte der Haushaltsprämissen aus dem ursprünglichen Beschluss eingehalten: die Zuweisungen vom Land, Fremdenverkehrsabgabe und Kurtaxe für touristische Vorhaben und die Pachtzahlungen des aufgemöbelten Spreewelten-Bades. Allerdings hat der Oberspreewald-Lausitz-Kreis die von den Kommunen zu zahlende Umlage erhöht, von 44 auf 45 Prozent - das entspricht einem Drittel der Aufwendungen im Haushalt und liegt noch über den Personalkosten der Verwaltung.

Außerdem sei bereits zu spüren, wie die Einnahmen aus der Gewerbesteuer zurückgehen, so Ute Radnitz.

Einen regelrechten Einbruch gleich doppelter Art erwartet die städtische Finanzchefin für 2010. Zum einen würden die Gewerbesteuern drastisch sinken. Allein der bisherige Vielzahler Vattenfall fällt dann als Zahler nach interner Umstrukturierung aus, was einem Minus von mehr als zwei Millionen Euro entspricht. Zum anderen reagiert das Land bei seinen Zuweisungen zeitversetzt auf das Blütejahr 2008 – und zahlt weniger Zuschüsse. Der Blick auf das Jahr 2010 im Ergebnisplan fällt dann – anstelle des derzeitigen Überschusses – auf ein Loch von mehr als drei Millionen Euro.