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| 16:19 Uhr

Spreewaldstiftung
200 Heuschober-Spardosen für den Spreewald

Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger überreicht (4.v.l.) einen Zuwendungsbescheid an Bürgerstiftung Kulturlandschaft Spreewald.
Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger überreicht (4.v.l.) einen Zuwendungsbescheid an Bürgerstiftung Kulturlandschaft Spreewald. FOTO: LR / Stephan Meyercc
Lübbenau. Kulturlandstiftung will mehr Spenden akquirieren. Von Stephan Meyer

Gleich zwei erfreuliche Neuigkeiten konnte die Bürgerstiftung Kulturlandschaft Spreewald am Dienstag bekanntgeben. Zum einen erhielt die Stiftung einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 8000 Euro, zum anderen stellte der Vorstand ein neue Kampagne zur Spendenakquise vor. Die Bürgerstiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die von Menschenhand geprägten Kultur- und Naturlandschaften des Spreewalds nachhaltig zu entwickeln und zu bewahren.

Für die Übergabe des Bescheids zeichnete sich Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) verantwortlich. Die 8000 Euro würden jedoch nur einen Grundstock darstellen, erklärte der Minister. „Aus diesem Geld sollen weitere Gelder generiert werden“, so Vogelsänger. Die Zuwendung ist für die Erarbeitung eines Marketingkonzeptes für die Stiftung vorgesehen. Die Mittel dafür wurden aus der Konzessionsabgabe der Lotto GmbH bereitgestellt.

Das Marketingkonzept soll dazu beitragen, künftig mehr Spendeneinnahmen zu erzielen, mit denen dann konkrete Maßnahmen finanziert werden sollen. Die Gesamtkosten für die Erarbeitung und die Umsetzung des Marketingkonzepts belaufen sich auf 10 000 Euro. 2000 Euro stellt die Stiftung selber bereit.

Eine neue Idee, um Spenden für Maßnahmen der Landschafts- und Kulturpflege zu beziehen, wurde bereits umgesetzt und bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids am Dienstag gleich mit vorgestellt. Kleine Keramik-Heuschober sollen als Sparschwein dienen und Partnern der Stiftung zur Verfügung gestellt werden. Die Idee dazu lieferte der Kahnfährmann Siegfried Großmann. „Kleinvieh macht auch Mist“, so Grossmann. Viele Projekte zur Spendenakquise seien in der Vergangenheit gescheitert. Den Vorteil der Spardose in Heuschober-Design sieht Grossmann in der einfachen Umsetzung der Idee. Viele Kahnfährmänner würden die Touristen bei ihren Ausflügen auch auf die geschädigten Stellen des Spreewalds aufmerksam machen, ergänzt Michael Petschick, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Wenn die Touristen sehen, was mit den Spenden gemacht werden soll, seien sie eventuell eher bereit ein bis zwei Euro in solche eine Spardose zu stecken. Allein Lübbenau habe in der Saison bis zu 200 000 Gäste. Wenn jeder dieser Besucher eine kleine Spende tätigen würde, käme allerhand zusammen.

Die Keramikheuschober sollen aber nicht nur auf den Spreewaldkähnen stehen. Auch im Kulturzentrum Gleis 3, der Stadtverwaltung und in der Touristeninformation stehen bereits die auffälligen Spardosen. Rund 200 Stück hat die Stiftung herstellen lassen. Noch sind nicht alle Dosen vergeben. Die Stiftung ist auf der Suche nach weiteren interessierten Partnern.

Mit Spardosen im Heuschober-Design sollen Touristen zu Spenden animiert werden.
Mit Spardosen im Heuschober-Design sollen Touristen zu Spenden animiert werden. FOTO: LR / Stephan Meyer