Da es sich bei der Schule um einen Neubau handele, erscheinen ihm die Kosten enorm hoch.

Kerstin Schäfer, Leiterin des Immobilienmanagements bei der Stadt, verwies auf die hohen Anforderungen an den Brandschutz, an die Barrierefreiheit und die energetische Sanierung. So müssten die Flure auf allen drei Etagen abgeschottet, Nutzungseinheiten gebildet und ein zweiter Rettungsweg eingerichtet werden. Ein behindertengerechtes WC sei zu errichten, Wand- und Deckenbelege zu erneuern.

Zu Beginn des Jahres hatten sich die Stadtverordneten im Fachausschuss auf Empfehlung der Verwaltung mehrheitlich aber sogar für die kostspieligste Ausbauvariante entschieden. Sie wird voraussichtlich mit 1,7 Millionen Euro zu Buche schlagen. Vorgesehen ist dabei auch ein Anbau für größere Veranstaltungen, Projektarbeiten und Mittagessen. Auf Nachfrage von Holger Bartsch (SPD) sagte Kerstin Schäfer, sie gehe dabei von einem 75 Prozent-Fördersatz aus.

"Nicht zielführend" sei ein Vergleich der Ausbaukosten mit denen für die Ehm-Welk-Oberschule, ergänzte Fachbereichsleiter Hartmut Klauschk. Die Oberschule sei ein Viergeschosser anderer Bauart. Angeregt hatte den Vergleich Martin Richter (CDU).

Wie Kerstin Schäfer auf Nachfrage weiter ausführte, soll die sanierte Einrichtung den Schulbetrieb für 150 bis 180 Kinder mit integriertem Hort absichern. Sechs Klassenräume, drei Fachkabinette und ein Flexraum stünden zur Verfügung. Ein Fahrstuhl sei nicht vorgesehen.

Über eine mögliche Zweizügigkeit wollte sich Kerstin Schäfer nicht äußern. Angesichts der hohen Ausbaukosten und einer wieder steigenden Geburtenrate bat Christina Balke (CDU) die Stadtverwaltung, das zu prüfen. Eine variable, möglicherweise zweizügige Nutzung mit genügend Klassenräumen empfahl auch Siegmar Feldheim (AWG).