Inmitten der Vorbereitungen der Feierlichkeiten zum Jubiläum „150 Jahre Bahnstrecke Cottbus – Großenhain“ sind die Mitgestalter über eine Absage der Festveranstaltung am 25. und 26. April hingewiesen worden. In einem Rundschreiben teilt Cheforganisator Frank Weser vom Ortrander Kulturbahnhof mit, „dass es Dinge gibt, die man so nehmen muss wie sie sind und diese nicht ändern kann“. Sollte es mit der Eindämmung des Virus gut vorangehen, sei frühestens am 19. April mit ersten Lockerungen zu rechnen.

Mögliche Kopplung mit dem Tag des offenen Denkmals

„Bis zum 25. April kann man von keinem Teilnehmer verlangen, die Feier aus dem Boden zu stampfen“, betont Weser, der jedoch mit einem neuen Vorschlag um die Ecke kommt. Ein Neustart am 12. und 13. September 2020, wobei am 13. September bundesweit der „Tag des offenen Denkmals“ begangen wird. „Lokomotiven sind technische Denkmale, die Bahnhöfe – wenn auch teilweise im traurigen Zustand – Baudenkmale“, begründet er die Terminverschiebung. Bereits beantragte oder gezahlte Fördermittel und Spenden, wie etwa für die Sonderzugfahrten würden „eingefroren“.

Die Werbebanner an den teilnehmenden Bahnhöfen werden wieder eingesammelt, um an diesen das Datum zu ändern. So auch in Neupetershain (Amt Altdöbern), der Ort an der historischen Bahnlinie Cottbus–Großenhain, der erst durch den Bau der Bahnstrecke entstanden ist. Frank Weser bedankt sich für die bisherigen vielen Ideen und Initiativen und appelliert: „Kommt alle gut über die Krisenzeit, denkt über Eure Bahnhofsgrenzen hinweg – denn uns alle verbindet mehr als die Schienen.“