Es war der Schlusspunkt unter einen mehrtägigen Besuch der Nordrhein-Westfalen in der ostdeutschen Partnerstadt. Bei der Gelegenheit überreichte der Bürgermeister der Spreewaldstadt Helmut Wenzel seinem westfälischen Amtskollegen Joachim Menge eine Acrylscheibe, die die Wappen beider Städte, umgeben von eingefrästen Ringen, zeigt. „Schließt man es ans Stromnetz an, erstrahlen die Kanten und Ringe im Licht blauer Leuchtdioden“ , beschreibt Lübbenaus Pressesprecher Hans-Joachim Schiemenz die Anwendung des Schmuckstücks.
Helmut Wenzel hob in seiner Festrede insbesondere die großzügige Hilfe der Partner beim Aufbau einer demokratischen Selbstverwaltung in der Spreewaldstadt nach der Wende und die vielseitige Zusammenarbeit der Kommunen hervor. Hintergrund: Im September 1990 hatte der damalige Lübbenauer Bürgermeister Wolfgang Seeliger gemeinsam mit seinem Oer-Erkenschwicker Amtskollegen Clemens Peick die Partnerschaft zwischen der Spreewaldstadt und der Ruhrgebietskommune ins Leben gerufen. Das jetzige Lübbenauer Stadtoberhaupt Helmut Wenzel und Hauptamtsleiter Rainer Schamberg waren in der Nachwendezeit ein Jahr lang Hospitanten im Oer-Erkenschwicker Rathaus.
Der jetzige Oer-Erkenschwicker Bürgermeister erläuterte beim Festbankett, dass die Westfalen ihrerseits von der Partnerschaft profitieren. Insbesondere würdigte er den Erfahrungsvorsprung der Spreewälder beim Stadtumbau. „Hier können wir von den Lübbenauern noch viel lernen“ , sagte er. Am Mittwochvormittag hatte eine Delegation der Oer-Erkenschwicker Stadtverwaltung unter Führung von Helmut Wenzel und Jürgen Othmer von der Lübbenaubrücke die Lübbenauer Neustadt erkundet und sich über die Stadterneuerung informiert.