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| 17:23 Uhr

Haushalt
14 Millionen Euro für Lübbenau

Die Luftbildaufnahme zeigt die Bauarbeiten im Außenbereich des Spreeweltenbads.
Die Luftbildaufnahme zeigt die Bauarbeiten im Außenbereich des Spreeweltenbads. FOTO: Spreewelten GmbH
Lübbenau. Spreeweltenbad, Boblitzer Kita und Grundschulen sind 2018 die wichtigsten Großprojekte.

Fraktionenübergreifend geradezu hingerissen waren die Lübbenauer Stadtverordneten vergangene Woche vom Haushaltsplan für das neue Jahr. Rund 14 Millionen Euro nannte etwa Holger Bartsch (SPD) „ein beachtliches Investitionsvolumen“. Von einem „mutigen Haushalt“, der Lübbenau noch attraktiver machen wird, sprach Thomas Fron (Linke). Roswitha Schier lobte die „weitsichtige Planung“ der Lübbenauer Finanzplaner um Kämmerin Ute Radnitz. Und Reinhard Mich (AWG) sieht die Millionen Euro in die Zukunft der Stadt investiert. Das werde Lübbenau gut tun.

Ute Radnitz selbst hielt sich mit weiteren Ausführungen zu dem umfangreichen Zahlenwerk eher zurück. In den Fachausschüssen und Ortsbeiräten hatte sie den Plan ja bereits vorgestellt. Vor der Abstimmung, die wie zu erwarten einstimmig ausfiel, erwähnte sie nochmals die Investitionskredite, die notwendig seien, aber schon im Planansatz auch bedienbar durch die Stadt Lübbenau. Hilfreich seien dabei die 2018 bis 2020 zu erwartenden Überschüsse. Ein leichtes Plus bei den Gewerbesteuereinnahmen und höhere Zuweisungen vom Land seien dafür mit ein Grund sowie auch die Gewinnausschüttungen aufgrund der Beteiligungen unter anderem an WiS und SÜLL.

Immerhin planen die Lübbenauer für 2018 mit erst einmal 8,26 Millionen Euro Eigenanteil an den Projekten. Allein 4,7 Millionen Euro sind im Haushalt für den Ausbau des Spreeweltenbads aufgeführt. Es ist kostenmäßig das mit Abstand größte Projekt 2018 mit geschätzten Gesamtkosten von 5,7 Millionen Euro.

Die zweitgrößte Ausgabe kommt einem Ortsteil zugute. In Boblitz geht es nächstes Jahr los mit dem Ausbau beziehungsweise Neubau der Kita „Storchennest“ für insgesamt 2,5 Millionen Euro, ein Großteil der Summe ist im neuen Jahr eingeplant. Vor einem Jahr hatten die Stadtverordneten den Baubeginn in Boblitz für 2018 gefordert.

Eine siebenstellige Summe wird sonst nur noch für die Grundschulen in Lübbenau veranschlagt. Es gilt den Schulentwicklungsplan umzusetzen, der vergangene Woche von den Stadtverordneten in den Grundzügen beschlossen worden ist: Umzug der Jenaplanschule ins Oberstufenzentrum (OSZ) in der Neustadt, Umzug der Traugott-Hirschberger-Grundschule ins Jenaplanhaus. Eine Million Euro sind hierfür 2018 eingeplant. Dabei dürfte ein Großteil der Summe dafür verwendet werden, dem Landkreis OSL das OSZ abzukaufen.

Eine ganze Reihe von Bauvorhaben verursachen laut dem Haushaltsplan 2018 Kosten von mehreren hunderttausend Euro. Zu nennen sind hier unter anderem der Bau eines Kreisverkehrs am Roten Platz oder auch die Sanierung der Turnhalle in der Werner-Seelenbinder-Straße. Den Stadtumbau wollen die Lübbenauer ebenfalls weiter voranbringen und mit Hilfe entsprechender Förderprogramme unter anderem den Lokschuppen sichern, den Themen-Spielplatz in der Poststraße bauen und mit dem Spreewaldsportpark vorankommen.