Drei Frauen sind in Lübben in der Nacht zum Mittwoch von zwei Männern erst nach Zigaretten gefragt und dann bedrängt worden. Nach Angaben der Polizei waren die 28, 31 und 34 Jahre alten Frauen im Bereich der Spreelagune kurz nach Mitternacht mit Fahrrädern unterwegs, als sie angesprochen wurden. Unvermittelt habe einer der Männer – ein 19 Jahre alter Asylbewerber aus Afghanistan – an den Kopf der 31-Jährigen gegriffen und ihr einen Kuss aufgezwungen. Wie die Polizei weiter informierte, ging die 28-Jährige dazwischen, wurde aber sofort von dem anderen Mann von hinten angegriffen, gewürgt und weggezogen. Bei ihm habe es sich um einem 25-jährigen afghanischen Asylbewerber gehandelt. Laut Polizei konnte die Frau die Attacke erst mit einem Tritt abwehren.

Alarmierte Beamte hätten kurz darauf beide Tatverdächtigen stellen können. Der 19-Jährige habe versucht zu fliehen, wurde aber gefasst. Der 25-Jährige dagegen habe einen Polizisten angegriffen. Dieser habe sich bei der Abwehr des Angriffs verletzt und sei anschließend medizinisch versorgt worden. Wie die Polizei feststellte, standen die beiden Männer unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Zur Verhinderung weiterer Straftaten seien sie in Gewahrsam genommen worden. Die Kriminalpolizei ermittele jetzt wegen sexueller Nötigung und des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

Der Lübbener Bürgermeister und die Migrationsbeauftragte des Landkreises gehen von einem Einzelfall aus und verurteilen den Vorfall.

Belästigung an der Spreelagune in Lübben Bürgermeister geht von Einzelfall aus und verurteilt Vorfall

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