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Zweigleisiger Ausbau: Kaum Einfluss der Region

Verspätungen des RE 2 sind in dieser Woche an der Tagesordnung.
Verspätungen des RE 2 sind in dieser Woche an der Tagesordnung. FOTO: Ch. Taubert (LR-MOB-RED-309)
Lübben. Auf Verkehrsprojekte wie den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Lübbenau-Cottbus haben Landrat oder Landesregierung kaum Einfluss – das sagt der Lübbener Andreas Rieger. Der Architekt ist auch Stadtverordneter und Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. Ingvil Schirling

In einem kürzlich veröffentlichten LR-Artikel hatte Landrat Stephan Loge (SPD) die Forderungen einer gemeinsamen Kabinettssitzung Brandenburg/Sachsen als Bekenntnis zu Verkehrs- und Infrastrukturprojekten in der Region gewertet. Doch "im erst vor Kurzem beschlossenen Bundesverkehrswegeplan 2030 wurden alle beschriebenen Verkehrsprojekte in den weiteren Bedarf verschoben", argumentiert Rieger. "Besonders schmerzlich ist dies für den RE2 in Königs Wusterhausen und zwischen Cottbus und Lübbenau."

Bisher sei noch nie ein Projekt aus dem weiteren Bedarf in der Laufzeit eines Bundesverkehrswegeplans realisiert worden. "Da wird wohl auch kein Kabinettsbeschluss in Dresden und Potsdam helfen."

Es würden vielmehr unerfüllbare Hoffnungen geschürt, und es zeige sich, dass die Landesregierungen wichtige Projekte nicht energisch vorantreiben, wenn es möglich wäre sie voranzubringen.

Zur Ehrenrettung sei das Projekt Internationale Naturausstellung (INA) genannt, so Rieger weiter. Hier könne tatsächlich auch eine Unterstützung des Bundes möglich sein, wenn sich das Land endlich substanziell beteilige.