ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 13:50 Uhr

UPDATE
Zwei weitere Badetote in der Lausitz

FOTO: Fotolia
Cottbus. Erneut hat es in der Lausitz eine Badetote gegeben, diesmal in Eichwalde (Dahme-Spreewald). Nach dem vermissten Segler vom Borschützer See wird unterdessen weiter gesucht. Von Bodo Baumert

Die sommerlichen Temperaturen haben in den vergangenen Wochen die Zahl der Menschen, die bei Badeunfällen verletzt oder getötet wurden, in die Höhe schießen lassen. Am Montag traf es erneut eine Badende, diesmal in Eichwlade (Dahme-Spreewald).

Wie die Polizei berichtet, wurde die Frau am Montagmorgen gegen 7.45 Uhr auf der Badewiese an der Lindenstraße gefunden. Badegäste hatten sie im Wasser treibend festgestellt und den Rettungsdienst alarmiert. Die sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen blieben allerdings erfolglos.

„Ersten Erkenntnissen zufolge hatte die 69-Jährige bereits im Vorfeld ein erhebliches medizinisches Problem. Wie in solchen Fällen erforderlich, wurde ein Todesursachen-Ermittlungsverfahren eingeleitet“, berichtet Polizeisprecher Lutz Miersch.

Zwei weitere Badetote

Am Motzener See im Landkreis Teltow-Fläming gab es einen weiteren Todesfall. Ein 88-Jähriger stieg von einer privaten Badestelle aus in das Wasser. Badegäste fanden ihn kurz darauf treibend auf der Wasseroberfläche. Trotz Wiederbelebungsversuchen durch die Zeugen und des Notarztes starb der Mann.

Einen bewusstlosen Badegast haben Rettungsschwimmer am Sonntagnachmittag am Ufer des Olbersdorfer Sees bei Zittau gefunden. Für den 41-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Trotz Reanimationsversuchen konnte ein hinzugerufener Notarzt nur noch den Tod des Zittauers feststellen. Woran genau der Mann verstarb, ist Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei, informiert Sprecher Torsten Jahn.

Zwei Lausitzer Badeunfälle in der Vorwoche

In der vergangenen Woche hatte es einen tragischen Badeunfall im Senftenberger See gegeben. Ein Bekannter habe noch versucht zu helfen, aber nichts mehr ausrichten können, so die Polizei. Man habe den 53-Jährigen nur noch tot aus dem Wasser bergen können.

Ein 42-jähriger aus Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) ertrank am gleichen Tag, als er zum Schwimmen in den Ruppiner See ging. Ein Zeuge habe die Rettungskräfte informiert. Taucher des Deutschen Roten Kreuzes konnten den 42-Jährigen nur noch tot aus dem Wasser bergen, so die Informationen der Polizeidirektion Nord.

Segler aus Elbe-Elster wird weiter vermisst

Kein Lebenszeichen gibt es unterdessen von einem Segler, der am Donnerstag auf dem Borschützer See bei Mühlberg gekentert ist. Seitdem läuft die Suchaktion mit Tauchern und Hubschrauber. „Bisher gibt es keine Spur des Vermissten“, erklärt Polizeisprecher Miersch am Montag auf Nachfrage.

Mehr Badetote in Brandenburg

Im vergangenen Jahr sind nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mindestens 504 Menschen in Deutschland bei Badeunfällen ums Leben gekommen, 100 mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der ertrunkenen Kinder und Jugendlichen unter 20 Jahren stieg 2018 um 38 Prozent.

Die Zahl der Badetoten in Brandenburg ist im vergangenen Jahr um rund ein Viertel gestiegen. In Sachsen nahm die Zahl der tödlichen Badeunfälle dagegen um fast ein Drittel ab, auf 24 Fälle.Die meisten tödlichen Badeunfälle ereigneten sich an Flüssen und Seen.

Lebensretter mahnen zur Vorsicht

Der Verein rät, nur ins Wasser zu gehen, wenn man sich wirklich wohl fühlt, und sich vorher abzukühlen und zu duschen. „Überschätze dich und deine Kraft nicht“, heißt es auf der Internetseite.