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| 16:27 Uhr

Platzangebot reicht nicht aus
Zusätzliche Fahrradstellflächen am Bahnhof Lübben

Am Bahnhof ist die Zahl der Fahrradständer längst nicht mehr ausreichend.
Am Bahnhof ist die Zahl der Fahrradständer längst nicht mehr ausreichend. FOTO: LR / Liesa Hellmann
Lübben. Die Parksituation am Bahnhof in Lübben ist schwierig. Auch für Fahrräder gibt es dort nicht genügend Stellflächen. Die Stadt Lübben reagiert. Sie bringt eine „Bike & Ride“-Anlage für etwa 50 Fahrräder auf den Weg. Von Andreas Staindl

Die Firma Orion Stadtmöblierung GmbH in Neustadt (Sachsen) soll den Neubau realisieren. Der Lübbener Bauausschuss hat der Vergabe der Bauleistung während seiner Sitzung kürzlich grünes Licht gegeben und damit dem Hauptausschuss, der am kommenden Montag tagt, die Zustimmung empfohlen.

Die neue „Bike & Ride“-Anlage soll östlich des ehemaligen Spreewaldbahnhofs im Bereich des Denkmals errichtet werden. Geplant ist eine doppelseitige Fahrradüberdachung mit insgesamt 24 Anlehnbügeln. Damit werden rund 50 zusätzliche Stellplätze im Bahnhofsumfeld geschaffen. Die gesamte Baumaßnahme hat einen Auftragswert von knapp 33 000 Euro.

Die Stadt Lübben beabsichtigt, für das Vorhaben Fördermittel entsprechend der Richtlinie des Brandenburger Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung zur Senkung des CO2-Ausstoßes im Verkehr zu beantragen. Im Februar dieses Jahrs hatten die Stadtverordneten den Grundsatzbeschluss zur Erhöhung der Fahrradabstellmöglichkeiten im Bahnhofsumfeld gefasst. Das Vorhaben wurde ausgeschrieben. Ein Bieter – die Orion Stadtmöblierung GmbH – hatte laut Verwaltung ein Angebot abgegeben. Die Firma sei der Spreewaldstadt von früheren Aufträgen als zuverlässig und leistungsstark bekannt. Wie René Kalkowski von der Wirtschaftsförderung in der Lübbener Stadtverwaltung sagt, soll die neue „Bike & Ride“-Anlage der bestehenden Fahrradanlage baulich und optisch angepasst werden. Der sachkundige Einwohner Jörg Schwebel hätte sich eine Anlage mit doppelt so vielen Stellflächen vorstellen können, die aus seiner Sicht nur unwesentlich teurer geworden wäre. Warum das nicht gemacht wird begründet Kalkowski damit, dass perspektivisch der verglaste und derzeit verschlossene Wartebereich am Bahnhof als Sammelschließanlage für Fahrräder umgenutzt und als diebstahlgeschützte Fahrradabstellmöglichkeit genutzt werden soll. Auch das hatten die Stadtverordneten mit ihrem Grundsatzbeschluss Anfang dieses Jahres beschlossen. Die jetzt auf den Weg gebrachte „Bike & Ride“-Anlage soll kurzfristig zur Entlastung der angespannten Fahrradabstellsituation am Bahnhof beitragen und zudem eine attraktive Alternative zum Pkw bieten.