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Zum Silbernen wurde es goldig

Zahlreiche Mitglieder der Kreisverkehrswacht Dahme-Spreewald wurden anlässlich deren 25-jährigen Bestehens mit dem Ehrenzeichen in Gold der Landes-Verkehrswacht gewürdigt.
Zahlreiche Mitglieder der Kreisverkehrswacht Dahme-Spreewald wurden anlässlich deren 25-jährigen Bestehens mit dem Ehrenzeichen in Gold der Landes-Verkehrswacht gewürdigt. FOTO: Ingvil Schirling
Lübben. Ein Vierteljahrhundert ist die Kreisverkehrswacht in Dahme-Spreewald aktiv. Das Jubiläum hat Vorsitzender Frank Kuhnert am Mittwochvormittag im Gasthaus Zum Goldenen Löwen am Lübbener Marktplatz zum Anlass genommen, auf die Anfänge zurückzublicken und gemeinsam mit Rainer Genilke als Präsident der Landesverkehrswacht verdiente Mitglieder zu würdigen. Ingvil Schirling

Am 13. August 1992 wurde die Kreisverkehrswacht Dahme-Spreewald im damaligen Sitzungssaal des Landkreises gegründet. "Eine Handvoll Mitglieder nahmen den Aufbau in die Hand", sagte Frank Kuhnert.

Den Vorsitz übernahm damals Helmut Vogler, sein Stellvertreter war der Lübbener Kurt Pöthke, der mit der Kreisverkehrswacht seither untrennbar verbunden ist. Peter Schulz war ebenso mit dabei wie Johannes Haarich als Schriftführer und Irmgard Schönfeld als Schatzmeisterin. Bernhard Faber und Wolfgang Tomschin vervollständigten die Runde.

"Seit der Gründung 1992 sieht es die Verkehrswacht als Aufgabe, ständiger Ansprechpartner für die Verkehrssicherheit zu sein - vom Vorschulkind bis zu den Senioren", umriss Frank Kuhnert die Zielstellung. Und die gilt noch heute. Zu den jüngsten Projekten gehören Informationsrunden für geflüchtete Menschen über die Verkehrsregeln hierzulande. Polizist Andreas Pauli hat dabei zahlreiche Erfahrungen gesammelt, während er als Teil des Projektes "Sicheres Flüchtlingsheim" in der Region unterwegs war. Der Zusammenhalt, die Unterstützung und Zielstellung in der Kreisverkehrswacht haben ihn offenbar überzeugt.

Gestern stellte er sich im Goldenen Löwen als eines von fünf neuen Mitgliedern vor - nicht ohne gleichzeitig Werbung für sein jüngstes Projekt zu machen. In Königs Wusterhausen findet heute ein Casting für Senioren statt. Gemeinsam mit ihnen will er Rollenspiele einstudieren, die in Seniorenheimen und Treffpunkten gezeigt werden könnten - um andere anschaulich vor den Gefahren des Enkeltricks und anderen Betrugsmaschen, aber auch Verkehrsdelikten, besser zu schützen. Treffpunkt ist - für Kurzentschlossene - um 13 Uhr im Fontanecenter an der Herderstraße 8-9.

"Wir müssen aber auch die ,mittleren Jahrgänge' informieren", mahnte Martin Wille, als Landrat a.D. ehemaliger Schirmherr der Kreisverkehrswacht Dahme-Spreewald - eine Aufgabe, die inzwischen Landrat Stephan Loge (beide SPD) übernommen hat. Wille überbrachte als Kreistagsvorsitzender Grüße und einen Scheck für die Arbeit.

Seine Worte blieben nicht ungehört. "Das damalige Ziel war mitzuhelfen, Unfälle und die Zahl der Unfallopfer zu reduzieren. Das hat sich bis heute nicht geändert", sagte Vorsitzender Frank Kuhnert. Zwischenzeitlich seien die Zahlen zwar leicht zurückgegangen. "Doch 2016 haben wir in Brandenburg in fast allen Bereichen ein wenig mehr zu verzeichnen, mehr Unfälle, mehr Verletzte - aber wenigstens 32 Prozent weniger Verkehrstote." Die meisten Unfälle seien auf Unaufmerksamkeit, Ablenkung, Alkohol und Drogen zurückzuführen. Unaufmerksamkeit und Ablenkung gehen dabei immer häufiger auf das Konto von Handys und Smartphones. Nebenher telefonieren, Kurznachrichten schreiben - ein "riesiges Problem", sagte Rainer Genilke als Präsident der Landesverkehrswacht.

Mit Kuhnert war er sich einig: "Eine aktive Verkehrssicherheitsarbeit ist immer noch wichtig und notwendig."

Zum Thema:
Als "Mann der ersten Stunde" und Vorsitzender der Kreisverkehrswacht über 15 Jahre wurde Kurt Pöthke mit dem Ehrenzeichen der Landesverkehrswacht in Gold gewürdigt. Diese Auszeichnung erhielten auch Horst Golze, Johannes Haarich, Reiner Sydow, Gerd Schönfelder sowie zwei weitere Mitglieder in Abwesenheit.