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| 02:57 Uhr

Zum Abschied spanische Klänge

Sabra Lopes und Rainer Feldmann nahmen ihr Publikum über Spanien mit auf eine lateinamerikanische Abschiedsreise.
Sabra Lopes und Rainer Feldmann nahmen ihr Publikum über Spanien mit auf eine lateinamerikanische Abschiedsreise. FOTO: J. Golombek/jgk1
Schlepzig. Die Schlepziger Konzertreihe "Klassik & Schlemmen" hat sich von ihren Fans verabschiedet. Als letzte Künstler verließen Sängerin, Sprecherin und Stimmtrainerin Sabra Lopes und Gitarrist Rainer Feldmann die kleine, exklusive Bühne. Jens Golombek/jgk1

Professor Rainer Feldmann spielte auf einer Gitarre von Karsten Cobs mit handwerklicher Souveränität, stilsicherer und klangschöner Musikalität. Neben Bach und Schubert spielt in seiner künstlerischen Arbeit die Liebe zur Musik Spaniens eine besondere Rolle. Klassische Komponisten haben ihn stets im besonderen Maße inspiriert. Aber auch seine Kenntnisse und Fähigkeiten hinsichtlich der Stile und Spieltechniken im Flamenco sind für einen klassischen Gitarristen außergewöhnlich.

Sabra Lopes baut auf ein Gesangstudium an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin auf. Seit 2001 ist sie freischaffend. "Wo kommst Du eigentlich her?" Literarische Fragmente wechselten sich unter dem Motto "La boda de los instintos" auf dem inspirierenden, sinnlichen Ausflug ins Musik- und Poesiereich Spaniens und Lateinamerikas ab.

Seit zehn Jahren gaben sich in Schlepzig Künstler, die sich der klassischen Musik verschrieben haben, die Klinke des Landgasthofes "Zum grünen Strand der Spree" in die Hand. Die Runde waren allerdings immer kleiner geworden. Das letzte Konzert war allerdings ausverkauft. "Das ist natürlich doppelt traurig, keine Frage", kommentierte Gastgeber René Rank den Abschied."Wir hatten das Angebot schon einmal verkürzt, um die Frequenz der Gäste zu halten." Der Betriebsleiter sei "noch am Kämpfen", will in Schlepzig zumindest ein klassisches Weihnachtskonzert erhalten.

Wie die erfolgreiche "Jazz & Buffet" Reihe war die Klassik ein hochwertiges Angebot. Der Ballungsraum mit Freunden klassischer Musik liege wohl zu weit weg. Freiwerdende Kapazitäten sollen zukünftig beispielsweise für Winzerabende mit Verkostungen genutzt werden. "Spreewaldwinzer gibt zwar nicht gerade viele", stellte René Rank fest, "aber wir stehen da in vielversprechenden Verhandlungen mit renommierten Weingütern".