Die Leistungen, die die TKS als städtische Tochtergesellschaft erbringt, werden vorerst nicht europaweit ausgeschrieben.

Knappe Abstimmung

Das ist das Ergebnis einer recht knappen Abstimmung in der Lübbener Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag. Sechs Abgeordnete votierten dafür, acht dagegen, drei enthielten sich.

Das dürfte als eher überraschendes Ergebnis gelten vor dem Hintergrund, dass die Art und Weise der Ausschreibung, die nun zum Beschluss stand, über Jahre, mit rechtlicher Beratung und finanziell wie zeitlich insgesamt aufwendig erarbeitet worden war. Jens Richter (Fraktionsvorsitzender der CDU) ließ sich die Überraschung am Ende durchaus anmerken: „Wir sitzen so oft an einem Tisch – da hätte man doch mal ein Signal geben können“, merkte er an.

TKS zu teuer?

Ein Hinweis zur Begründung des ablehnenden Votums kam von Wolfram Beck (Pro Lübben). „Das Thema verfolgt uns schon lange. Ich kenne es, seit ich Stadtverordneter bin, also seit elf Jahren. Ausgangspunkt war, dass wir mit der Arbeit der TKS nicht zufrieden und sie uns auch zu teuer sind. Wir wollten keinen sechs- bis siebenstelligen Betrag für diese Leistungen ausgeben.“ Zwischenzeitlich aber „macht die TKS richtig gute Arbeit. Sie kostet immer noch Geld, und ich weiß nicht, was dabei herauskommt, es gibt aber viele Stimmen, die diese Leistungen nicht nach Europa tragen wollen.“

Was „dabei herauskommt“, konnte auch Bürgermeister Lars Kolan (SPD) zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. „Auch mich überraschen manche Abstimmungen“, sagte er. „Ich glaube nicht, dass ich Ihnen bis Dezember etwas vorlegen kann, was greifbar und verlässlich ist“, sagte er in die Abgeordnetenrunde. Er schlug zunächst Gespräche über die neue Sachlage vor.