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| 16:59 Uhr

Kleintierausstellungen in LDS
Tierisches zur Kleintierschau in Straupitz

Inola Ogasa hat für ihre Locken-Gänse einen Zuschlagspreis erhalten. Ausstellungsleiter Mario Peschke (re.) freut sich mit der jungen Züchterin aus Klein Leine.
Inola Ogasa hat für ihre Locken-Gänse einen Zuschlagspreis erhalten. Ausstellungsleiter Mario Peschke (re.) freut sich mit der jungen Züchterin aus Klein Leine. FOTO: Andreas Staindl
Straupitz. Zeitgleich zeigt Rassekaninchenzüchter ihre Ergebnisse in Biebersdorf. Von Andreas Staindl

Besser kann man für die Kleintierzucht kaum werben. Rassetiere in hoher Qualität waren am Wochenende in Straupitz (Lieberose-Oberspreewald) zu sehen. Der Kleintierzuchtverein Neu Zauche und Umgebung e.V. hatte zur Kleintierzuchtschau eingeladen.

„Die Ausstellung ist der Höhepunkt der Saison“, sagt der Neu Zaucher Mario Peschke. „Unsere Züchter fiebern das ganze Jahr darauf hin. Sie züchten mit sehr viel Sachverstand, bereiten die Tiere akribisch auf die Schau vor. Die hohen Bewertungen der Preisrichter sind der schönste Lohn.“ Der Ausstellungsleiter weist besonders darauf hin, dass so viele unterschiedliche Rassen und Farbschläge zu sehen waren. „Wir wollen eine möglichst große Vielfalt zeigen“, erklärt er, „das kommt an bei den Besuchern.“

238 Tiere waren insgesamt zu sehen, darunter 194 Gänse, Enten, Hühner, Zwerg-Hühner und Tauben sowie 44 Kaninchen. 16 der 17 Vereinsmitglieder haben ausgestellt, auch befreundete Züchter waren mit Tieren präsent. Die Zahl der Kaninchen war allerdings geringer als in den vergangenen Jahren. „Die extrem kalten Temperaturen im Januar und Februar haben viele Kaninchen nicht überlebt“, erzählt der Ausstellungsleiter. „Deutsche Riesen etwa sind deshalb diesmal gar nicht zu sehen.“

Dafür wurden Tiere präsentiert, die man nicht so häufig sieht. „Perlhühner hatten wir seit etwa 30 Jahren nicht mehr während unserer Schau“, sagt Mario Peschke. „Auch andere seltene Rassen wurden gezeigt. Und dass wir mehr als 70 große Hühner präsentieren, das ist schon beeindruckend.“ Der Ausstellungsleiter spricht deshalb auch von einer „kleinen, aber feinen Schau. Auch bundesweit brauchen sich unsere Züchter nicht zu verstecken. Ihr hohes Fachwissen garantiert ihnen Erfolge in ganz Deutschland.“

Kleintierzucht ist allerdings nicht nur Männersache. Mit Inola Ogasa hat der Kleintierzuchtverein Neu Zauche und Umgebung eine junge Frau in seinen Reihen, die seit drei Jahren nicht nur erfolgreich, sondern auch in großer Vielfalt züchtet. Die 23-Jährige aus Klein Leine züchtet Enten, Gänse und Hühner. „Ich möchte helfen, Kulturgut zu bewahren. Wer, wenn nicht meine Generation, soll sich denn künftig um den Erhalt alter Rassen kümmern?“, fragt sie und ergänzt: „Ich jedenfalls bin begeistert von der Kleintierzucht und ehrgeizig genug, meine Tiere in möglichst hoher Qualität zu präsentieren.“ Das ist ihr diesmal gelungen. Inola Ogasa hat gleich mehrere Preise am Wochenende gewonnen, darunter auch den Kreisverbandsehrenpreis (KVE).

Auch Matthias Dalick aus Neu Zauche gewann einen KVE. Der Landesverbandsehrenpreis ging an Klaus Kohl aus Butzen. Zahlreiche weitere Preise wurden an Aussteller vergeben. „Trotz der problematischen Verhältnisse im Frühjahr dieses Jahres ist es dem Kleintierzuchtverein Neu Zauche und Umgebung gelungen, mit viel Fleiß und Einsatzbereitschaft eine hervorragende und attraktive Schau auf die Beine zu stellen“, sagt Eberhard Nakonzer, Vorsitzender des Kreisverbandes der Rassegeflügelzüchter Luckau-Lübben. „Viele unserer Mitglieder sind in Sonderzuchtvereinen, bilden sich regelmäßig weiter und tauschen sich mit anderen Züchtern bundesweit aus“, erzählt Mario Peschke. „Uns allen liegt der Erhalt alter Rassen am Herzen.“ Inola Ogasa stimmt dem uneingeschränkt zu, sagt zudem noch: „Es reizt mich, außergewöhnliche Tiere zu züchten und zu präsentieren. Vielleicht kann ich bei Besuchern Interesse für die Rassezucht wecken.“ Ein Hingucker waren die fast 250 Tiere am Wochenende in Straupitz auf jeden Fall.