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| 01:03 Uhr

Zeugnisse ohne Zensuren

Lubolz.. Die Lehrer sind fix und fertig an den letzten Schultagen, die Kinder ganz aufgeregt. Erstere können sich nun erholen, Zweitgenannte wieder beruhigen. Denn heute ist erster Ferientag. Foto: Roland Hottas

Gestern gab es die Zeugnisse, auch an der Patenschule der Lübbener RUNDSCHAU, der „Schule der Lebensfreude“ in Lubolz.
Laut Schulgesetz gebe es ein so genanntes Worturteil für die Kinder und Jugendlichen der Förderschule immer zum Schuljahresende, erklärt Leiterin Britta Theile. Die Schulkonferenz habe entschieden, dass die Mädchen und Jungen in Lubolz gar halbjährlich ein Zeugnis bekommen.
Auf dem stehen keine Zensuren. Aber der Lehrer schätzt die gesamte Entwicklung des Schülers ebenso wie in den Fächern Hauswirtschaft, Lesen, Schreiben, Mathe und Sport ein. „Viele konnten in höhere Niveaugruppen eingestuft werden“ , so Britta Theile. Nicht nur der schulische Alltag hat diese Entwicklung vorangetrieben. Da wurde beispielsweise im jetzt beendeten Schuljahr das Schülercafé eröffnet. Dessen jugendliche Mitarbeiter „sind richtig selbstständig geworden, haben beispielsweise ihren Part beim Schulfest am vergangenen Sonnabend ganz toll gemeistert“ , ist Britta Theile zufrieden.
Eine Tanzgruppe wurde gegründet, die mittlerweile schon mehrere Auftritte bestritt. An den Theatertagen der Förderschulen in Potsdam war man ebenso vertreten wie bei der Kieler Woche, wo behinderte Kinder eine Drachenkette steigen ließen. Wichtigstes Ereignis war sicherlich die Namensgebung im September.
Nicht zuletzt konnte mit der Patenschaft der RUNDSCHAU einiges angeschafft und realisiert werden. Busfahrten wie zu den Theatertagen wurden ebenso finanziert wie eine Gitarre für den Musik- und Förderunterricht, ein „Turn- und Spielfass“ , in dem schwerstmehrfachbehinderte Kinder lernen, ihre Angst bei Änderung der Körperlage zu verlieren, Bänke, Stühle und Tische für die Frühstückspause und den Aufenthalt im Schulgarten.
Bei allem habe man das Ziel Integration vor Augen. „Dabei sind wir einen großen Schritt vorangekommen“ , schätzt die Schulleiterin ein und meint auch die Integration der Einrichtung in dem Lübbener Ortsteil. Beweis dafür sei der Besuch der Lubolzer beim Schulfest gewesen. (dh)