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| 16:32 Uhr

Neue Fachleute für die Kommunen
Zeignisse für Seiteneinsteiger und künftige Führungskräfte

Ehrung der Besten: Teilnehmer, die mit herausragenden Leistungen ihren Angestelltenlehrgang I oder ihren Verwaltungsfachwirt abschlossen, erhielten neben ihrem Zeugnis einen Blumenstrauß.
Ehrung der Besten: Teilnehmer, die mit herausragenden Leistungen ihren Angestelltenlehrgang I oder ihren Verwaltungsfachwirt abschlossen, erhielten neben ihrem Zeugnis einen Blumenstrauß. FOTO: Niederlausitzer Studieninstitut / NLSI
Lübben. Viel Lob für Teilnehmer im Lübbener Schloss vom Niederlausitzer Studieninstitut und vom Bürgermeister.

. Fast alle Stühle im Wappensaal des Lübbener Schlosses waren am vergangenen Mittwoch gefüllt, als rund 60 Absolventen des Angestelltenlehrgangs I und der Aufstiegsfortbildung zum Verwaltungsfachwirt darauf warteten, ihre Abschlusszeugnisse in Empfang zu nehmen. Rund zwei Jahre lang hatten die Teilnehmer, die sich auf vier Kurse verteilten, Lernstoff pauken und Prüfungen bestehen müssen. Die Erleichterung war spürbar, als Lübbens Bürgermeister Lars Kolan ihnen im Namen des Niederlausitzer Studieninstituts für kommunale Verwaltung (NLSI) die ersehnten Zeugnisse überreichte.

„Die Anstrengung hat gelohnt“, sagte Bürgermeister Lars Kolan. „Während sich die Absolventen der drei Angestelltenlehrgänge für eine Tätigkeit auf der Stufe eines Sachbearbeiters einer brandenburgischen Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Landkreisverwaltung qualifizierten, erreichten die Absolventen des Verwaltungsfachwirt-Lehrgangs die Befähigung für eine Tätigkeit in der gehobenen Führungsebene. Letzte können also beispielsweise die Funktion eines Abteilungsleiters ausüben.“ Kolan lobte nicht nur das Engagement der Teilnehmer. Er freute sich auch darüber, dass die „kommunale Familie“ nun auf eine ganze Reihe neuer Fachkräfte zurückgreifen könne.

„Hinter den Absolventen liegt eine sehr anstrengende Zeit“, sagte Lars Gölz, Studienleiter des NLSI. „Während Auszubildende den Luxus genießen, dass sie keinen eigenen Bereich in ihrer Verwaltung verantworten müssen und sich damit auf Lerninhalte und Prüfungen konzentrieren können, müssen Teilnehmer beruflicher Fortbildungen dies neben Beruf und Familie bewältigen.“ Hinzu komme, dass bei Aus- und Fortbildungen im Bereich der öffentlichen Verwaltung besonders anspruchsvolle Themenfelder bedient werden, etwa Rechtsfächer und öffentliche Finanzwirtschaft.

„Da Aufmerksamkeit im Unterricht allein nicht ausreicht, fahren die Teilnehmer in der Regel sämtliche Freizeitaktivitäten herunter und nutzen Wochenenden, Feiertage und einen Teil ihres Urlaubes, um Freiräume zum Lernen und Nachbereiten des Unterrichtsstoffs zu gewinnen“, so Gölz weiter. Seine Stellvertreterin Gundula Grönke erinnerte sich selbst noch gut an die Zeit, als sie selbst sowohl den Angestelltenlehrgang I als auch den Verwaltungsfachwirt-Lehrgang besuchte: „Während die restliche Familie Haus, Hof und Kinder versorgte, studierte ich fleißig Fachbücher.“

Neben den Absolventen waren noch vereinzelt deren Angehörige sowie die Vorsitzende eines Prüfungsausschusses, Bettina Groh, zur Zeugnisübergabe gekommen, um ihre Glückwünsche zu überbringen.

Zum Hintergrund: Das Niederlausitzer Studieninstitut ist ein im Jahre 1991 gegründeter kommunaler Zweckverband, der heute von den Landkreisen Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree und Spree-Neiße sowie den beiden kreisfreien Städten Cottbus und Frankfurt (Oder) getragen wird und mit der Aus- und Fortbildung der Verwaltungsbediensteten betraut ist. Verbandsvorsteher ist Landrat Rolf Lindemann, Landkreis Oder-Spree. Weitere Informationen zur Aus- und Fortbildung im allgemeinen Verwaltungsdienst der Kommunalverwaltungen sind unter www.NLSI.de abrufbar.