ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:15 Uhr

Bald eine feste Tradition?
Würdig, aber nicht beliebig: Ehrenamtsempfang in Lübben

Lübben. Stadtverordnete beauftragen die Verwaltung, einen „Abend der Kommunalpolitik“ zu organisieren und durchzuführen. Der Rahmen ist im Moment aber noch sehr offen. Von Ingvil Schirling

Wann und wo, das ist noch zu entscheiden. Aber dass ein „Abend der Kommunalpolitik“ mitsamt einer Ehrung für verdiente Lübbenerinnen und Lübbener in Zukunft jährlich stattfinden soll, das steht nun fest. Ohne Gegenstimmen, mit 14 Ja-Voten und einer Enthaltung haben die Stadtverordneten den Bürgermeister beauftragt, eine solche Veranstaltung zu organisieren und durchzuführen.

Vorangegangen war ein Vorschlag der CDU/Grüne-Fraktion, der in den Fachausschüssen rege diskutiert worden war. Bewusst hielt die Fraktion Abstand davon, auch nur ansatzweise Details festzurren zu wollen. „Unser Vorschlag ist erstmal nur ein Rahmen“, unterstrich der Vorsitzende Jens Richter im entscheidenden Gremium, der Stadtverordnetenversammlung. Doch Bedarf für „Netzwerkarbeit und Gespräche scheint da zu sein, das hört man immer wieder“, sagte er. „Ich bin gespannt, was sich aus den weiteren Beratungen ergibt.“

Im Finanzausschuss jedenfalls war schon einmal der Hinweis gekommen, dass dafür Geld in den Haushalt einzustellen wäre, gab der Stadtverordnetenvorsitzende Peter Rogalla (Die Linke) mit in die Diskussion – ein Zeichen, dass die Abgeordneten es ernst meinen mit diesem Wunsch. Christoph Kindler (Die Stadtfraktion) wies unterdessen darauf hin, dass es auch in der Stadtverwaltung bereits parallel zu dem Vorschlag Überlegungen rund um eine solche Veranstaltung gibt.

Ob und inwiefern ein solcher Abend als Neujahrs- oder Frühjahrsempfang gestaltet werden könnte, war ebenso im Gespräch. Roter Faden war durch alle Gremien, dass Ehrenamtliche, Institutionen, Politiker und andere sich austauschen und dabei verdiente Persönlichkeiten aus allen Bereichen gewürdigt werden.

Bei allem offenen Rahmen hatte im Hauptausschuss Wolfram Beck (Pro Lübben) davor gewarnt, mit dem Vorschlag „in die Beliebigkeit abzurutschen“, weil dort eine aufweichende Formulierung von „in der Regel“ jährlich im Gespräch war. Es bleibt jetzt bei „jährlich“.

Vorschläge für die Ehrung sollen von den Lübbenerinnen und Lübbenern eingereicht und von einer Jury bewertet werden. Sie können sich im Dienst für die Allgemeinheit hervorgetan haben, in Kunst und Wissenschaft, politischem und gesellschaftlichem Leben oder im Sport. Umrahmt werden könnte der Abend von der Kreismusikschule.