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| 01:04 Uhr

Wolsztyner Chor Lutnia bezaubert die Lübbener

Lübben.. „Da haben unsere polnischen Freunde aber ganz schön vorgelegt“, erkannte Lübbens Pfarrer Olaf Beier an. Voraus gegangen war ein fast zweistündiges Adventskonzert in der gut gefüllten Paul-Gerhardt-Kirche der Spreewaldstadt. Andreas Staindl


Der Kirchenchor Lutnia aus dem polnischen Partnerkreis Wolsztyn gastierte am Sonntagabend mit weihnachtlichen Liedern und Chorälen in Lübben. Der Erlös der Veranstaltung soll für die Reparatur der Wolsztyner Orgel verwendet werden. "Das heutige Konzert ist ein Symbol unserer Freundschaft", sagte Dahme-Spreewalds Landrat Martin Wille. "Ich hoffe, dass die Menschen beider Länder nicht nur in der Adventszeit zueinander finden."
Auch sein polnischer Amtskollege Ryszard Kurp war als Gast in die Paul-Gerhardt-Kirche gekommen. Zudem begleitete gleich eine ganze Fangemeinde den Kirchenchor des Nachbarlandes.
Der Chor Lutnia besteht seit der Pfarreigründung Ende des 18. Jahrhunderts, wenn auch damals nicht unter dem jetzigen Namen. Der heutige Leiter Tomasz Pawlik (28) begann im März 2003 als Orgelspieler und Chordirigent in der Wolsztyner Kirche, wo er außerdem eine Kinder- und Jugendgruppe betreut. Zusammen mit Pfarrer Piotr Pawel Markiewicz organisiert er das Musikleben der Pfarrei.
Am Sonntag dirigierte Tomasz Pawlik nicht nur den Kirchenchor, sondern er begeisterte außerdem mit seinem Orgelspiel. Werke von Bach, Telemann, Caccini, Schubert und Charpentier beispielsweise hatte er mit in die Paul-Gerhardt-Kirche gebracht. Darunter drei „Ave Maria“ , die von drei verschiedenen Komponisten stammen. Bei einigen Stücken begleitete ihn Jakub Baranowski (19) auf der Trompete. Beide Musiker spielen auch in Polen zusammen Konzerte. Pawlik hatte am Sonntag richtig gut zu tun, wechselte blitzschnell vom Altarraum auf die Empore. Der Beifall des Publikums war mehr als verdient. "Eine wunderschöne Einstimmung in die Adventszeit", geriet Pfarrer Olaf Beier fast ins Schwärmen. "Da müssen wir uns beim Gegenbesuch im nächsten Jahr aber sehr viel Mühe geben." (as/km)