Noch gleicht die Wasseroberfläche im Außenbereich des Tropical Islands einem Spiegel. Nur ein leichter Wind wirft sanfte Wogen auf. Über den beiden Becken im Amazonia steigt feiner Nebel auf. Es herrscht eine idyllische Ruhe. Schon bald werden die Gäste das neue Areal Amazonias erobern. Am ersten Mai eröffnet der Außenbereich.

Bis dahin ist noch Einiges zu tun. Palmen und tropische Pflanzen müssen eingepflanzt und letzte Feinarbeiten umgesetzt werden. An der Wasserrutsche sorgen Bagger noch für den richtigen Hintergrund und formen die Erde zu einer Landschaft mit mehreren Ebenen. "Bis zur offiziellen Eröffnung wird aber alles fertig", verspricht Pressesprecherin Janet Schulz. Dann bietet das Tropical Islands seinen Gästen 35 000 Quadratmeter mehr Fläche zum Entspannen, Schwimmen und Spielen. Seit Juli 2015 wird daran gebaut. Mehr als 13 Millionen Euro wurde darin investiert.

"Absolutes Highlight ist der Strömungskanal Whitewater River", sagt die Tropical-Sprecherin. Auf 250 Metern Länge windet sich der Kanal durch die tropisch angehauchte Landschaft. Mit bis zu 1,5 Meter pro Sekunde schießt das Wasser durch die Rutsche. Gleich mehrere Verzweigungen versprechen Abwechslung für Groß und Klein. "Das ist deutschlandweit einzigartig", sagt Janet Schulz.

Den ersten Rutschentest mit Mitarbeitern des Tropical Islands hat der Whitewater River bereits bestanden. Geht es nach ihnen, ist der Whitewater River ein Riesenspaß. Kreischend sausen sie den Kanal entlang. Ein kleiner Wasserfall am Auffangbecken sorgt bis zum Schluss für den nötigen Schwung. Die Mitarbeiter kriegen kaum genug von der neuen Attraktion und rutschen Runde um Runde. "Der Strömungskanal ist genial. Es macht total Spaß und man ist richtig schnell", sagt Praktikantin Jenny Habecs.

Der 390 Quadratmeter große Sommerpool bietet durch drei 25-Meter-Bahnen Platz für sportliche Aktivitäten. Auch eine kleine Wellenrutsche sowie Blubber-Becken sind daran angeschlossen. 31 Grad Celsius Wassertemperatur - auch im zweiten Ganzjahrespool - sollen den Badegästen das Gefühl geben, als baden sie im Amazonas. Um Energie zu Sparen und Wasserverdunstungen zu reduzieren wird das Wasser des Strömungskanals über Nacht in unterirdische Tanks abgelassen. Der Außenbereich wird daher nur tagsüber - von 9 bis 22 Uhr - geöffnet haben. Auch im Winter wird der Sommerpool vorraussichtlich nicht betrieben. Das zweite Becken mit Strömungskanal und Massageliegen hat ganzjährig geöffnet. Sieben Filter reinigen permanent das Wasser der Außenanlage. "Bis zu 80 prozent des Wassers können wir so aufbereiten, dass wir es später wieder den Becken zugeben können", erklärt Martin Christoph, Abteilungsleiter Wassertechnik.

Hinter dem Badebereich erstreckt sich eine Grünfläche mit einladenden VIP-Liegen. Aus Bambusrohren zusammengesetze Liegeflächen mit Palmwedel-Dach und Matratzen sollen für Entspannung sorgen. "Die sind im Eintrittspreis innbegriffen und kosten nicht extra", betont die Tropical-Sprecherin.

Doch mit Amazonias ist der Außenbereich noch nicht fertig. "Insgesamt 600 Hektar groß ist das Außengelände. Künftig soll es noch weiter bebaut werden", sagt Janet Schulz. So sollen unter anderem weitere mobile Homes entstehen, in den Gäste in der Nähe der Tropenhalle übernachten können.