Rot, maserig und aufgewölbt hebt sich das Narbengewebe unter Runa Rohrschneiders Schultergelenk, direkt über der Achselhöhle. Hier tut es immer noch am meisten weh, vor allem juckt es. Die Zweijährige erlitt im Mai 2019 bei einem Unfall Verbrühungen des dritten Grades mit heißem Tee. Haut musste transplantiert werden, entnommen vom Kopf. Der Heilungsprozess zieht sich hin und ist kostspielig.

Caminchen

Seit dem Unfall, vor allem aber auch seit der Berichterstattung in der LR darüber erfährt die Familie viel Unterstützung aus der Region. Eine Spendenbüchse ist beispielsweise bei der Freizeitoase in Lübben aufgestellt. Vor wenigen Tagen hielt zudem ein sonnengelber Kleinwagen vor dem Haus der Familie in Caminchen (Oberspreewald). ASB-Geschäftsführer Sven Meier brachte zusammen mit seinem Pflegedienstleiter Verbandsmaterial und Pflegemittel vorbei. Der Verband arbeitet eng mit der Delphinen-Apotheke in Lübben zusammen, die ihm zu diesem Zweck weit entgegen gekommen war. „Wir wollen die nötigen Verbandsmaterialien für ein Jahr spenden“, kündigt Sven Meier an. Zum Auftakt stellte er einen Stapel Gelpflaster, Öle und Salben auf den Tisch.

Die Krankenkasse übernimmt zwar bisher die Kompressionsjacken und -bodys, aber nicht oder nicht in voller Höhe die Pflegemittel. Auch der geplante Aufenthalt in Frankreich muss bisher aus eigener Tasche finanziert werden – wofür die Familie Unterstützung braucht.