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| 01:03 Uhr

Winterdienstler hat es ganz und gar nicht kalt erwischt

LÜBBEN.. Nach den mitunter frühlingshaften Temperaturen in den vergangenen Wochen gibt der Winter nun doch noch ein Gastspiel in der Lausitz. Während die einen die Aussicht auf ausgelassene Schneeballschlachten und Schlittenfahrten froh stimmen dürfte, sorgen die gegenwärtigen Witterungsverhältnisse jedoch für jede Menge Arbeit bei den Winterdienstlern. Allerdings waren diese auf den einsetzenden Schneefall am Wochenende bestens vorbereitet. Von MIRJAM HECHT

Dank „detaillierter Wetterberichte“ sei man bei der Lübbener Straßenmeisterei ganz und gar nicht kalt erwischt worden mit dem verspäteten Wintereinbruch in der Region, berichtet René Brauer, der stellvertretende Leiter. „Zwischen 16 und 19 Uhr sollte es am Sonntag schneien. Das hat tatsächlich mal gestimmt“ , sagt er. So seien seine Mitarbeiter bereits rechtzeitig in Bereitschaft gewesen. Die rückten allerdings nicht gleich mit den ersten Flockenwirbeln aus. „Bis eine dünne Schneedecke liegt, muss man schon abwarten“ , erklärt René Brauer.

Seit Sonntag 19 Uhr im Einsatz
Um 19 Uhr schließlich machten sich die Winterdienstler mit insgesamt neun Fahrzeugen auf. Immerhin galt es, mehr als 300 Kilometer Bundes-, Land- und Kreisstraßen vom Schnee zu befreien und gleichzeitig zu salzen - von Lieberose, Goyatz und Wittmannsdorf bis hin nach Freiwalde und Duben. Auch Ortschaften seien dort, wo es vertraglich geregelt ist, beräumt worden. „Ansonsten ist das kommunale Aufgabe“ , erklärt Brauer.
Gestern Vormittag sei die flächendeckende Beräumung schließlich ohne Probleme erledigt gewesen - vorerst zumindest. „Wir bleiben die ganze Woche in Alarmbereitschaft“ , betont der stellvertretende Straßenmeisterei-Chef.

Vorsorglich Schneepflüge angebaut
Ebenfalls keine große Mühe bereitete den Mitarbeitern der Autobahnmeisterei Freiwalde der Schneefall am Wochenende. Schon am Sonntagnachmittag wurden dort die ansonsten nur rufbereiten Winterdienstler instruiert und vorsorglich Schneepflüge an die Fahrzeuge gebaut. Diese seien dann um 18 Uhr ausgerückt, sagt Meisterei-Chef Georg Rihl, der zuvor über den bereits einsetzenden Schneefall im Berliner Raum informiert worden war.
Sechs seiner Winterdienstler räumten und streuten am Sonntag die Autobahn 13 von Calau bis Mittenwalde, „von Kilometer sechs bis 69,5“ , präzisiert Georg Rihl. Eingeschlossen in den Aufgabenbereich der Straßenmeisterei Freiwalde ist auf der Autobahn 15 auch der Abschnitt bis zur Abfahrt Boblitz, der von den Winterdienst-Fahrzeugen, die sich mit einem Tempo von 30 bis 45 km/h fortbewegen, ebenfalls beräumt wurde.
Bis zum Schichtwechsel um 6.30 Uhr am Montagmorgen seien seine Mitarbeiter im Einsatz gewesen, sagt Rihl. Der Wintereinbruch sei dennoch problemlos gemeistert worden. „So ein Wetter wie jetzt, mit Temperaturen um die 0 Grad, lässt sich noch gut beherrschen“ , zeigt sich Georg Rihl erleichtert.
Auch in der Stadt Lübben und ihren Ortsteilen wurde am Sonntag ab 18.30 Uhr für ordentliche Straßenverhältnisse gesorgt. Vier Winterdienstler steuerten dafür die mit Kehrbesen oder Schiebeschildern ausgestatteten Fahrzeuge durch die Kreisstadt.
„Da wurde aber lediglich geräumt, weil es keinen Frost gab“ , erklärt der Chef des Lübbener Baubetriebshofes, Ralph Stolpe. Gestreut habe man dann gestern Morgen ab fünf Uhr, bevor um sechs Uhr die so genannte Hand-Kolonne ausrückte, jenes Personal, das an Ampelübergängen, Bushaltestellen und Fußwegen mit Hilfe von Besen um schnee- und rutschfreie Zonen bemüht war.

Fast 100 Tonnen Streugut
Um genau diese auch für den Rest des Winters gewährleisten zu können, zeigt sich der Betriebsbauhof gut bestückt: 55 Tonnen Splitt, 40 Tonnen Kies sowie zwei Tonnen Salz stehen bereit, um dem Winter Herr zu werden. Noch präsentiert der sich aber wenig eisig, so dass die Winterdienstler ihn gut im Griff haben. Die gestern weit gehend ausgebliebenen Schneefälle sorgten jedenfalls erst einmal für eine recht entspannte Lage beim Lübbener Baubetriebshof.