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| 02:42 Uhr

Will(an)kommen im Landkreis Dahme-Spreewald

Akteure der Flüchtlingsarbeit haben sich über Projekte und Aktivitäten ausgetauscht.
Akteure der Flüchtlingsarbeit haben sich über Projekte und Aktivitäten ausgetauscht. FOTO: Landkreis
Lübben. Fachtag Integration: Wo steht der Landkreis mit der Integration geflüchteter Kinder, Jugendlicher und Familien heute und wo wollen wir gemeinsam noch hin? Sozialdezernent fordert höhere Qualität von Sprachkursen. red/SvD

Über dieses Thema haben vor Kurzem rund 80 Professionelle, Jugendliche und ehrenamtlich Engagierte diskutiert - und zwar beim ersten Fachtag "Integration" im Lübbener Paul-Gerhardt-Gymnasium.

Zunächst dankte Bildungs- und Sozialdezernent Carsten Saß (CDU) allen jenen, die sich für die Integration geflüchteter Kinder, Jugendlicher und Familien im Landkreis Dahme-Spreewald engagieren. Besonders hob er die Unterstützung durch die Träger der öffentlichen Jugendhilfe, die Sportvereine, die Polizei und die Volkshochschule hervor. Sein Dank richtete sich ebenso an die Abgeordneten des Kreistages, die mit ihren Entscheidungen und Beschlüssen den Weg für integrative Projekte und Aktivitäten ermöglichen. Ziel des Landkreises sei es, vor allem die berufliche, gesellschaftliche und persönliche Integration der Flüchtlinge und Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive zu unterstützen. Dafür sei der Erwerb der deutschen Sprache unabdingbar. Künftig gehe es darum, das Angebot an Sprachkursen nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ zu verbessern, um die Voraussetzungen für die Eingliederung der Flüchtlinge und Asylbewerber in Ausbildung und Arbeit zu schaffen, sagte Saß.

Fachfrau Nadine Wolff stellte beispielhaft vor, wie die Kinder- und Jugendhilfe des Landkreises das Ankommen der Zugewanderten in den letzten zwei Jahren begleitete. Ehrenamtliches Engagement zahlreicher Familienpaten stand dabei genauso im Fokus wie mehrsprachiges Begrüßungsmaterial für Kitas oder die Finanzierung zusätzlicher Migrationsschulsozialarbeiterinnen, die die Sprachbildung und Angebotsplanung an öffentlichen Schulen unterstützten.

Migrationsbeauftragte Antje Pretky gab einen Überblick zu Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten für Integration im Landkreis Dahme-Spreewald.

Mike Schmidt ließ die jungen Menschen zum Projekt "Pimp my winter 2.0 - eine Ferienwoche in Blossin" zu Wort kommen und zeigte in einer Filmvorführung, wie gut es deutschen, polnischen und geflüchteten Jugendlichen tat, sich kennen zu lernen. In zahlreichen Workshops wurden dort eigene Grenzen überwunden und gemeinsame Stärken entdeckt.

Das Ankommen im LDS geht aber auch mit psychischen Belastungen einher - Basics für den Umgang mit Traumata geflüchteter Kinder und Jugendlicher vermittelte Ilka Gelhaar-Heider in ihrem Fachvortrag zur Traumapädagogik.

Anschließend tauschten sich die Teilnehmer frisch gestärkt mit Gebäck aus der Gemeinschaftsunterkunft Lübben in einem Markt der Begegnung aus. Beispiele guter Praxis wurden besprochen, aber auch offene Punkte benannt. "Wichtig ist es, nicht nur über die Personen zu reden, sondern mit den Personen", sagte Sozialdezernent Saß. Genau aus diesem Grund bilde der ‚Markt der Begegnungen‘ eine entscheidende Säule dieses ersten kreislichen Fachtages "Integration", schätzte er ein.

Die Ergebnisse der Themenmärkte unter www.dahme-spreewald.de/aktuelles