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Wie Service-Qualität im Spreewald funktioniert

Mit Brot und Salz haben Ruth Riehn (l.) und Kristin Noack von der TKS Teilnehmer des Erfahrungsaustauschs der Qualitätsgemeinschaften in der Villa Reich in Lübben begrüßt. Dieses Haus gehört zu den Betrieben, die das Qualitätssiegel von Service-Qualität Deutschland tragen.
Mit Brot und Salz haben Ruth Riehn (l.) und Kristin Noack von der TKS Teilnehmer des Erfahrungsaustauschs der Qualitätsgemeinschaften in der Villa Reich in Lübben begrüßt. Dieses Haus gehört zu den Betrieben, die das Qualitätssiegel von Service-Qualität Deutschland tragen. FOTO: I. Hoberg
Lübben/Lübbenau/Burg. Netzwerke bilden – das ist eines der Themen, das beim Erfahrungsaustausch der Qualitätsgemeinschaften von Service-Qualität Deutschland im Mittelpunkt steht. Zum ersten Mal war eine Region – der Spreewald – Gastgeber für das jährlich an einem andern Ort in Deutschland stattfindende Treffen. Ingrid Hoberg

Ob Anja Kolander von der Wirtschaftsförderung in Senftenberg oder Robert Marossek, Inhaber eines zertifizierten Betriebs dieser Stadt, ob Dietrich Eder aus der Q-Gemeinde Ostseeheilbad Zingst oder Laura Beister vom Scharmützelsee, alle freuten sich auf die Spreewald-Kahnfahrt. So bekundeten sie es bei der Vorstellungsrunde in der Villa Reich in Lübben. Das freute besonders Stefanie Winter, Lübbenauer Q-Stadt-Sprecherin von der Touristinformation, die den Ausflug organisiert hat. "Zum ersten Mal ist eine Region Gastgeber für unser ERFA-Treffen, bisher waren es einzelne Städte oder Gemeinden", sagte Sven Wolf, Bundeskoordinator bei Service-Qualität Deutschland.

Die drei Q-Orte Lübben, Lübbenau und Burg hatten das Programm gemeinsam vorbereitet. So lernten die Teilnehmer des zweitägigen Treffens Spreewälder Gastlichkeit im Hotel Stephanshof, im Spreeblick und in der Villa Reich kennen. In Lübbenau erlebten sie bei der Fahrt vom großen Hafen nach Lehde Natur pur, Geschichte und Brauchtum beim Besuch des Q-Betriebs Freilandmusuem und im Thermenhotel in Burg wurde am gestrigen Tag mit einem Marketing-Workshop abgeschlossen.

Rund 30 Vertreter aus zertifizierten Kommunen und Betrieben der Gemeinschaft Service-Qualität Deutschland waren in den Spreewald gekommen, um voneinander zu lernen, Impulse aufzunehmen und Verbindungen zwischen den Regionen zu knüpfen. Sie reisten aus den Ländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern an. Sylvia Lehmann, Vorsitzende des Tourismusvereins Lübben und Umgebung, verwies darauf, wie wichtig Qualität im Tourismus geworden ist. "Wir orientieren unsere Mitglieder darauf - zum einen so viele Sterne wie möglich bei der Zertifizierung des Hauses zu erreichen. Aber auch beim Service dranzubleiben", sagte sie. "Der Gast ist anspruchsvoll - Dienstleistungen müssen optimiert und abgestimmt sein", betonte die Vereinsvorsitzende. "Wir stehen zu dem Verfahren von Service-Qualität Deutschland - das ist nicht nur der klassische Tourismus", verwies sie auf die Auswirkungen der Branche auf andere Zweige des wirtschaftlichen Lebens. Der Spreewald als eine Destination in drei Landkreisen arbeite zusammen. Einen Spreewald-Landkreis, wie er in der Region favorisiert werde, soll es nach ihrer Kenntnis auch künftig nicht geben, sagte sie mit Blick auf die Kreisgebietsreform.

Sven Wolf zog ein Resümee aus der Veranstaltung 2015 und verwies darauf, dass die Netzwerkbildung vor Ort ein Thema bleibe. Es gehe darum, die richtigen Maßnahmen für die einzelnen Betriebe zu finden. "Betriebsrundgänge und Weiterbildung vor Ort bringen die Entwicklung voran", sagte er.

"Es war eine rundum gelungene Veranstaltung im Zusammenspiel von Lübben, Lübbenau und Burg", sagte Verena Micknaß, Lübbener Q-Stadt-Sprecherin und Gastgeberin in der Villa Reich. "Auf dieser Ebene wollen wir weiter zusammenarbeiten", erklärte sie zum Abschluss des Treffens. Es habe viele Informationen gegeben, eine positive Stimmung konnte mitgenommen werden. "Und es war genügend Zeit zum Erfahrungsaustausch - auch während der Besichtigungen beim Ausflug."

Weitere Informationen gibt es auf den Internetseiten der Städte Lübben und Lübbenau sowie der Gemeinde Burg wie auch unter www.q-deutschland.de .