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Jamlitz
Widerstandskämpfer wird geehrt

Zum 115. Geburtstag von Justus Delbrück werden am Samstag eine Ausstellung eröffnet und ein Film gezeigt.
Zum 115. Geburtstag von Justus Delbrück werden am Samstag eine Ausstellung eröffnet und ein Film gezeigt. FOTO: Andreas Weigelt
Jamlitz. Erinnerung an Justus Delbrück am Samstag in Jamlitz mit Film, Gespräch und Beisammensein

1902 bis 1945 - das sind die Lebensdaten von Justus Delbrück. Dem Widerstandskämpfer ist ein Film gewidmet, der anlässlich seines 115. Geburtstages gezeigt wird. Mit dabei ist Regisseurin Momo Kohlschmidt, geht aus der Einladung hervor. Ebenso wird sein Sohn Hans-Jürgen Delbrück erwartet.

Auf dem Programm steht für Samstag, 25. November, zunächst die Eröffnung der Dauerausstellung über das Leben des gebürtigen Berliners, der im Oktober 1945 im Speziallager Jamlitz umkam, nachdem er das Gestapo-Gefängnis an der Lehrter Straße in Berlin überlebt hatte. Delbrück wirkte im Widerstandskreis um das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944, wurde im August verhaftet und kam nach der Eroberung Berlins im April 1945 zunächst frei. Knapp vier Wochen später wurde er allerdings erneut verhaftet, diesmal vom NKWD, und starb in Jamlitz.

Die Filmpremiere mit Erinnerungen an Justus Delbrück folgt um 13.30 Uhr. Titel ist: „Denn in der Liebe sind und leben wir wirklich.“

„Florian Balser, Projektteilnehmer aus dem Justus-Delbrück-Haus, wird zusätzlich zum abgedruckten Programm über seine Gedanken zum Leben von Justus Delbrück sprechen“, macht Kurator Andreas Weigelt auf den Nachmittag neugierig.

Das Justus-Delbrück-Haus als Ort der Veranstaltung befindet sich am Bahnhof 1 in Jamlitz.

(red/is)